Full text: (2. Jahrgang)

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der Weihnacht den Hirten die 
freudige Botichaft brachte: „Siehe, 
ich verfündige euch große Freude, 
die allem Volke widerfahren 
wird; denn euch. ift Heute der 
Heiland geboren!” 
Die Engel find gen Himmel 
zurücgefehrt, aber Sefu3 blieb 
dreißig Jahre auf Erden und 
[ebte und litt und ftarb für alle 
Melt. AlZ er die Sündenfhuld 
auf Solgatha bezahlt hatte — 
Do wie [Hwer ward e3 dem lieben 
Heiland! — da ft er am dritten 
Tage auferftanden, und al3 er 
gen Himmel zurückkehren wollte, 
verfammelte er noch einmal jeine 
Sünger um fih auf dem Delberg 
und befahl ihnen, — damit jeder: 
mann erfahren Jolte, wie er Jelig 
werden könne —: Gehet hin in 
alle Welt und Xehret alle 
RBölfer und taufet fie im Namen 
des VaterS und des Sohnes und 
de3 Heiligen Seiftes, und lehret 
fie Halten alles, was ih euch be- 
fohlen habe! 
Yr aber, Kiebe Kinder, die 
ihr Sefum Ffennt und jeiner Ges 
burt euch freut und darum Weih- 
nachten . feiern fünnt, beherzigt, 
was der DidNter fingt: 
Sefu3 ift Lommen; fagt’S aller Welt 
Snden! 
Gilet, ach eilet zum GOnadenpanier! 
Schwöret ihın Treue mit Herzen und 
Händen; 
Sprechet: „Wir leben und fterben 
nur Dir.“ 
HerzenSfreund, gürie mit Wahrheit 
. die Lenden! 
Sefu8 fi kommen; fagt’3 aller Welt 
Snden! 
Unaleiche Kameraden, 
(Zu nebenftehendem Bilde.) 
Sm „Strumwelpeter“ ift ein ier jehen wir ein ander Bild: 
Bild: Ein Heines Mädchen, Hold und 
St. NikolauZ die Buben {Hilt, mild, 
Reil fie den Mohr verlacdhen. Umarmt das Kind der Sonne, 
Er jteckt die Yungens bleich und blaß Die Liebe Chrifti drängt dies Kind; 
Bujammen in fein Tintenfaß, Sie beide Gottes Kinder find 
Sic jelber zu betrachten. Und Erben feiner Wonne. 
So fol der Weihnachtsliebe Schein 
Zu allen Völkern dringen ein, 
Die ohne Gott hHienteden. — 
Ob einer gelb, ob fhwarz, ob braun: 
Cr ijt, wie mir erwühlt, zu jan 
Den füßen Weihnachtsirieden. 
Grnit SGamarch.
	        
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