Full text: (2. Jahrgang)

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fefite Kirche zu bauen. Oben 
auf einem Hügel haben wir vor 
einigen Wochen den Grund dafür 
gelegt. Wie wird diefe Bergkirche, 
wenn fie erft fertig ift, hinunter: 
{hauen in die große, 3000 Fuß 
tiefer gelegene Salur-Cbene! Ha, 
e8 muß prächtig ausfehen! Dann 
befommen wir wohl auch einen 
braunen Paftor, welcher dort jeden 
Sonntag predigt. Wie fhön muß 
e&8 dann erft in unferem Hohen 
Königreich fein! 
Früher Konnte niemand lefen; 
jebt Eommen die Chriftenkfinder zur 
Schule und lernen lefen und fingen 
die fchönen Lieder mit un zu 
jammen. - Schön ift e3 jebt, dort 
oben zu fein und fchöner wird es 
von Jahr zu Jahr merden, wenn 
erft alle Bergleute Chrijten find. 
Set fingen fhon viele unter ihnen 
das Liedchen, welches ich ihnen in 
einer Nacht dichtete, und deffen erfter 
Vers lautet: 
Nenu purwa Kalamandun 
bida Hindu nuntini 
dejalanni sewalandun 
zala kurzuleinawli 
sommulemi balulitzi 
kschemameptu ralede 
nadu prija tadrin witzi 
pontitini kaschtame. 
Das heißt: - 
Ich war in frühern Zeiten 
ein armer Hindumann 
und gab zum Dienft derz Teufel 
jehr vieles Geld daran. 
DO, welche Geld und welhe Opfer! 
doc) den Frieden fand ich nie, 
meinen Iieben Bater verlajien Habend 
erntete ih nur Müh. 
Dies fingen fie nach der Melodie: 
„Sch will mich mit Dir verloben.“ 
Das Lied hat fechS Strophen und 
wird fehr gern gefungen. 
Doch unfere Zeit geht fhHnell 
dahin. Wir müffen zurück nach 
Salur, wo €8 auch fo manderlei 
zu thun giebt, auch find die Ferien 
abgelaufen. Noch einmal kommt 
unfjere Chriftenfjchar ung entgegen 
und fingt uns ein Abfchiedslied., 
Ya e8 ift hier und da Friede 
eingefehrt durch unferen lieben 
Heiland. Auch wir wollen mit 
Frieden und Freuden wieder Heim: 
fehren nach Salur. 
ARE 
Ein gehorflamer Teufel. 
ie Stadt Pudukotet im 
Tondimanlande, Süd- 
indien, hat dem das 
maligen NRegenten, A. 
Sefchia Saftri viel zu ver: 
danken: Trinkwaffer, gute Straßen 
u. f. m. In unmittelbarer Nähe 
der Stadt Iag da3 Pariadorf 
(Zijcheri), mie alle Pariadörfer 
wegen feine unglaublichen Schhmußes 
ein immermährender Seuchenherd, 
eine beftändige Gefahr für die 
Stadt, BefonderS die Cholera er: 
Lofch fafjt nie. Im SYahre 1886 
nun mußten die Pariaz auf Be: 
‚fehl de8 Megenten ihre WoHnungen
	        
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