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Br. 1. 
Erfier Tahrgang. Tanırar 1901. 
Der kleine Iiseionsherold. 
Ericheint monatlich. 
Inhalt: Der verftorbene MahHarajah, ein Bild Heidntjhen Clend3Z mit Bild. — 
Der MaharajaH von Yeypur mit 3 Bildern. — Djungu, der mutige 
Befenner Yefır. — Lebet eure Feinde! — Kindermord in Kamerun. 
&S Hi der Herr! — Woher die Erdbeben Kommen. — Die Heldenthai 
eine Buren und Ihre Frucht. — BYrieflaften. 
Der verflorbene Maharajah von Ieypu, 
ein Bild heidnikhen Elendz. 
°r Vater des jeßigen Maha: 
tajah (Fürft) von Jeypur war 
ein berblendeter Heide, der tie| 
In Sünden fteckte, Selbit al8 er 
Ion erwachjen war, Kannte er noch 
nicht daS vierte Gebot, wentgftens 
Yandelte er nicht darnacdh. Statt 
leinen greifen Vater zu ehren, tom 
zu bienen und gehorjam zu fein, 
ließ er ton eine8 Tage3 fejtnehmen 
und ins Gefängnis werfen. Und 
warum andelte er fo gottlo8? 
Einfach darım, weil {dm fein Vater 
zu lange lebte und er e8 nicht ab- 
Warten fonnte, bi3 er jelbit den 
Thron al8 rechtmäßiger Erbe be: 
tetgen durfte. Diefer Sewaltftretch 
gelang im. Zum Dank dafür be- 
8INg er eine neue grobe Sünbe, 
indem er den Gößen MenfjhHenopfer 
darbrachte. Das war um3 ah 1856, 
In den SYahren 1857—1858 
empörte fig hı Indien, namentlich 
im Norden, ein großer Teil des 
Militärs gegen die damalige NMe- 
gierung, die aus einer GefeNlichaft 
von englijdhen Kaufleuten, der fjoge- 
nannten oftindijhen Kompagnte, 
beftand. €3 fehlte nicht viel, fo 
wäre ganz Indien, diefer Edelftein 
unter den englifjhHen Kolonien, dem 
Mutterlande verloren gegangen. 
Infolge diefes Militäranfftandes 
wurde die Regierung von Indien 
in bie Hände der Königin von 
England, der jet noch lebenden 
greifen Königin Viktoria, gelegt. 
Die Fürften, weldhe fiH an dem 
Aufftand beteiligt Hatten, gingen 
threr Krone verluftig. Für den 
Maharajah von Jeypur war e8 ein 
Slüd, daß er neutral geblieben 
war; jo durfte er denn fein Land 
behalten, nur daß die englifche.
	        

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