Full text: (Neueste Folge, Band 14 = 1840, No 9-No 16)

382 Netteste Bibliographie. 
oder auf Rechnung des Herzens oder der Leber geschrieben 
werden müssen, wagt der Verf. nicht genau zu bestimmen, 
doch scheint letzteres das Wahrscheinlichste, da bekanntlich 
manche Unterleibsaffectionen, namentlich der Milz und Leber 
in ihren Erscheinungen etwas Typisches haben. Die grosse 
Frequenz des Pulses hing gewiss nicht allein von der Inten- 
sitat des Fiebers ab, da derselbe sogar in der Convalescenz, 
wo gar kein Fieber mehr zugegen war, noch 120 Schläge in 
der Minute machte, sondern sie dürfte wohl mit den Verän 
derungen, die im Venensystem etwa durch Obliteration ein 
zelner Venenstämme vor sich gingen, in Verbindung stehen. 
Als der Verf. die Frau im Jan. 1839, wo sie völlig wohl 
und regelmässig, menstruirt war, wiedersah, untersuchte er 
dieselbe nochmals ganz genau. Die beiden obern Extremitä 
ten waren von gleichem Umfange, bei starker Anstrengung 
aber schwoll die linke von der Achselhöhle aus abwärts etwas 
ödematös an, mit Gefühl von Schwere in der Tiefe, die 
rechte nie; an beiden Armen waren die Hauptvenen so 
wenig entwickelt, dass durch Anlegen einer Aderlassbinde 
dieselben kaum merkliche Anschwellung zeigten. Auf der 
rechten Halsseite war die Anschwellung der Gländulct tluj- 
reoidea noch vorhanden. Bei einem Drucke über der rechten 
Clavicula schwoll die Vena jugularis externa an, auf der 
linken Seite konnte man durch ähnlichen Druck auf keine 
Weise Anschwellung hervorbringen, dagegen fühlte man am 
äu8sern Rande des linken 31mC. sternocleidornastoideus als 
festen Strang die obliterirte Vena jugularis externa. [Hei 
delberger med. Annalen. Bd. 5. IIft. 3.] 
138. Neueste Bibliographie. 
Die neueingerichteten Moorschlammba 
der zu Klein-Schitma hei Freiherg, 
und deren erprobte Wirksamkeit ge 
gen die hartnäckigsten chronischen 
Krankheiten, von Dr. Jul. Ed. Hedenus, Mit- 
gliede der med. Gesellschaft zu Leipzig, und practi- 
schetn Arzte zu Freiberg. Grimma, Druck und Verlag 
des Verlags-Comptoirs. 1840. IV. und 52 S. gr. 8. 
Wenn auch Sachsen in weit geringerem Masse, als viele an 
dere Gegenden Deutschlands mit Heilquellen gesegnet ist, so Bie 
tet sein Roden und das ihm entsprudelnde Wasser doch manches
	        
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