Full text: (Neueste Folge, Band 14 = 1840, No 9-No 16)

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III. Chirurgie und Ophthalmologie. 
noch einen unbedeutenden Schleimfluss Dachbehielt, wie sie 
ihn in gesunden Tagen zu haben gewohnt war. \Jahrb, il. 
in- v. ausl. gen. Med, Bd. 26. Hft. 2.J 
III. Chirurgie und Ophthalmolooie, 
132. Zur Geschichte der Resection en in der 
Continuität der Knochen, von Dr. Marchessaux im 
Ludwigsspitale. I. Fall. Wunde an der innern Par 
tie des Vorderarms mit Fractur und Abreissung 
des untern Drittels der Ulna, Fractur des Ra 
dius, Quetschwunde des Ellenbogengelenkes, 
Fractur des Humerus, Exstirpation des zerbro 
chenen Endes der Ulna, Heilung. Am 26. Nov. 1838 
wurde ein 21jähriger Fuhrmann, dessen linker Arm von den 
Zähnen einer Mascliiue ergriffen worden war, mit folgenden 
Verletzungen in das Hospital gebracht: Quetschwunde der 
Weichtheile der linken Schulter, Fractur des Humerus in der 
mittlern Partie seines Körpers, beträchtliche Dehnung des 
Eilenbogengelenkes, welches in seiner hintern Partie ebenfalls 
gequetscht war, comminutive Fractur des Radius in der mitt 
lern Partie, und eine etwa 6" lange Wunde, die den ganzen 
innern und vordem Rand des Vorderarms einnahm; die Weich 
theile waren in mehrere unregelmässige Lappen zerrissen. 
Die Ulna war an der Verbindungsstelle der beiden oberen 
Drittel mit dem untern zerbrochen und dann abgerissen wor 
den, so dass sie aus dem uotern Theile der Wunde hervor 
ragte. Obgleich Amputation angezeigt war, glaubte Jobert 
dieselbe doch noch verschieben zu können. Das Bruchstück 
der Ulna wurde weggeschnitten, die Wundlappen einander 
genährt und durch Heftpflaster festgehalten; die mit einem 
grossen Cataplasma umgebene Gliedmasse wurde auf ein 
horizontales Kissen gelegt und mit Scu 1 tet’schem Verbände 
umgeben.' Man verordnete Aderlass von 12 Unzen und beru 
higendes Tränkchen, worauf sich in den folgenden Tagen 
kein beunruhigendes, allgemeines Symptom einstellte. Am 5. 
Dec. Die Eiterung war reichlich. Um den Oberarm legte 
man drei mit einer Rollbinde befestigte Schienen. Es fanden 
sich beträchtliche Anschwellung der Rückenfläche der Hand 
und lancinirende Schmerzen au dieser Stelle; man machte da 
her einen etwa 1" langen Einschnitt; der Verband war wi« 
gewöhnlich. Im December verkleinerte sich die Wunde, die 
Fractur des Humerus fing an, sich zu consolidiren. Pat.
	        
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