Full text: (Neueste Folge, Band 13 = 1840, No 1-No 8)

. I. Pathologie, Therapie und mediciuische Klinik. 8ä 
zugleich bedingt wird. Das letzte Verhältnis schien bei der 
ei 1 *) erwähnten Kranken statlzufinden. Sie ass stark, trank we- 
und „jg un( j bereitete schlechte dünne Galle, wodurch die Fäcal* 
itte, massen der nothwendigen Anfeuchtung, und der Darinkanal 
ne ß des zu ihrer Fortschaflüng erforderlichen Stimulus entbehrte. 
ius* Da es hiermit bis auf einen gewissen Grad gekommen war, 
rst* machte die Natur einen gewaltsamen Versuch sich von der 
läS" unnützen Bürde zu befreien, und ihre Bestrebungen bildeten 
urst ,lJ e angeführten, gefährlichen Erscheinungen. So erzeugte 
13‘ der angehäufte Koth die Krämpfe, und diese hielten jenen zu- 
Igte rück, wodurch die anhaltende Verstopfung mit ihren Folgen 
wie bewirkt wurde, bis endlich die von den Mitteln unterstützte 
■ a gc Naturkraft den Sieg davontrug. — Das Kind führt jetzt 
[ach mehr geregelte Diät und befindet sich seit einem halben Jahre 
wa* ganz wohl. [Casper’a TFochemchr. f. d. gen. Hcilk. 1840. 
hie. Nr. 2.] 
icit* 38. Peritonitis. (Aus dem Jahresberichte über das 
Mi' Charitekrankeuhaus zu Berlin vom Jahre 183G; mitgetheilt 
lass von Dr. Buer). Ein 20jähriger, kräftiger Schlächterlehrling 
> so erkrankte am 8. März in Folge von Ueberladung des Magens, 
jrei' Nachdem gastrische Beschwerden einige Tage angehalten hat- 
a ifl. ten , entwickelte sich so bedeutende Peritonitis, dass am 12., 
Del 13. und 14. ein Aderlass von 10 Unzen gemacht und reich 
end liehe örtliche Blutentziehungen angestellt werden mussten. 
u0 d Bei der Aufnahme in die Charite am 16. sprachen särnmt- 
[„k' liehe Symptome für in Abnehmen begriffne, aber mit Exsu- 
len» dation verbundene Peritonitis. Der Unterleib war gleichmäs- 
4U' sig aufgetrieben und gespannt, man fühlte sehr deutliche Flu 
re»' ctuation und an der linken Seite und unter dem Nabel ein* 
’ufln zelne sehr harte und schmerzhafte Stellen. Pat. hatte häufige 
Vlit' wässrige Stuhlentleerungen, die Zunge war rein und feucht, die 
n |]3 Haut heiss, aber feucht, der ziemlich grosse und weiche Puls 
n öl> hatte 112 Scldäge. Es wurden 8 Blutegel angelegt und zu 
teil gleich verordnet: Rec. Emuls. olcos. unc. vj. Liq. Kali accl. 
le V “ nc - ß- ^ , t- Eaurocer. dr. ij. M. S. Alle 2 Stunden 1 Ess- 
rte t löfiel. Dje Blutegel wurden in den 3 folgenden Tagen wie- 
g 0tl derholt; Pat. hatte täglich 10 bis 12 wässrige Stuhlausleerun- 
„tet S en ’ welche durch einige Dosen Extr. Opii etwas vermindert 
liiefl wurden. Nachdem die Schmerzen iin Unterleibe grösstentheils 
r ut' beseitigt waren und das Fieber gemässigter war, wurde am 
bei 1 ' “0. ein Vesicatorium auf den Unterleib gelegt und in Eiterung 
g jcl> erhalten, worauf die Urinsecretion sehr vermehrt und der Urin 
£!• klar wurde, die Auftreibung des Unterleibs beträchtlich ab* 
jjt nahm und am 23. keine Fluctuation mehr erschien. Der Puls 
ufcl* sank auf 80 Schläge. Von jetzt an enthielten die täglich
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.