Full text: (Neueste Folge, Band 13 = 1840, No 1-No 8)

I. Pathologie, Therapie und medicinische Klinik. 73 
steigerte sich gegen Abend noch mehr, die Kräfte sanken 
bedeutend und Pat. starb nach einer qualvollen.Nacht am fol 
genden Morgen. — Bei der Section zeigten sich die Lungen 
bis auf einen kleinen Theil des untern Lappens der linken, 
der hart und dunkel-rothbraun war, völlig normal; beide Pleu 
rasäcke enthielten viel seröse Flüssigkeit; der rechte mehr, 
als der linke. Der Herzbeutel war normal, enthielt aber viel 
wässriges Exsudat; das Herz war sehr gross und sehr hyper 
trophisch mit verhältnissmässig geringer Erweitetung. [llust’s 
Magaz. f. d. ges. Heilk. Bd. 55. Hfl. 2.] 
33. Phthisis pulmonalis alternirend mit De 
lirium tremens. (Aus den Militär-Medicinal-Berichten 
von L.) Ein Musketier war am 24. Aug. 1838 wegen Blut 
hustens in das Lazaretli aufgenommen worden. Es wurde 
eine starke Blutentziehung vorgenommen; aber schon nach 
einigen Tagen trat heftiges Delirium tremens ein, da Pat. 
besonders in dem letzten halben Jahre dem Trünke sehr er 
geben gewesen war. Während des Deliriums war Husten, 
Blut- und jeder andere Auswurf ganz verschwunden, und 
kein Brustleiden bemerkbar; sobald aber nach dem gewöhn 
lichen kritischen Schlafe das Delirium nachliess, trat das Lei 
den der Brust um so stärker hervor und zeigte sich als Phthi 
sis florida. DasUebel, gegen welches sich besonders Plum 
bum aceticum und Digitalis wirksam bewiesen, verlief ganz 
gewöhnlich, als nach 4 Wochen das Delirium tremens plötz 
lich , aber wegen der abnehmenden Kräfte des Pat. milder, 
als das erste Mal eintrat, worauf das Brustleiden ganz schwieg. 
Nach 4tägiger Anwendung des Opiums, trat das Delirium 
nicht durch kritischen Schlaf, sondern allmählig zurück und 
eben so stellten sich die Symptome des Lungenleidens wieder 
ein, aber sehr verstärkt und bei auffallend abrehmeuden Kräf 
ten, so dass am 6. Oct. der Tod erfolgte. [Med, Zeit, v, 
Ver eine f Heilk. in Pr. 1840. Nr. 2.] 
34. Beitrag zur Behandlung des Delirium 
tremens; von Dr. Szerlecki zu Mühlhausen im Eisass. 
Seit Sutton ist das Opium gegen dies Uebel oft, aber frei 
lich mit gehr verschiedenem Erfolge angewendet worden. 
Abgesehen von den mannigfachen Arten, Ursachen und dem 
verschiedenen Character des Uebels, so wie der Constitution 
und Individualität der Krauken scheint nach den Beobachtun 
gen des Verfs. Opium da, wo es in diesem Uebel angezeigt 
ist, sich dann besonders hülfreich zu erweisen, wenn man 
bei Anwendung desselben eine gewisse Methode beobachtet. 
Von der Gabe hängt auch hier der günstige Erfolg eben so
	        
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