Full text: Summarium des Neuesten und Wissenswürdigsten aus der gesammten Medicin zum Gebrauche praktischer Aerzte und Wundärzte (Neueste Folge, Band 13 = 1840, No 1-No 8)

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IV. Gynäkologie und Pädia trik. 
dieser Druckverband pünktlich geschieht, ist seine Wirkung 
ausserordentlich, indem schon nacli einigen Tagen die Ver 
härtungen und Callosiläten grösstentheils verschwunden sind. 
Dieser Verband muss täglich zweimal gemacht werden, bis 
die Geschwüre geheilt sind, dann verbinde man nur einmal 
und lege die angefeuchteten Leinwandstreifen so lange auf, 
bis die Haut gesundes .Aussehen hat. Das Sublimatwassec 
Ist jetzt stark genug, wenn 4- gr. Sublimat auf 1 Unze Wasser 
kommt. Ist dies in Ordnung, so muss die Binde noch ge 
raume Zeit, doch nicht mehr so lest angelegt werden. Bei 
einem Falle, wo eine Stelle der Umgebung ihre Schmerz 
haftigkeit nicht verlieren wollte und wo noch entzündlicher 
Reiz war, legte W. über die Charpiebäuschchen einige Tage 
ein Pflaster aus EmpL mercur. und EmpJ. cicutae, womit 
sich die Sache gab. Bei bedeutenden Verhärtungen der Um 
gegend liess W. mehrere Tage bei jedem Verband folgende 
Salbe einreiben: Rec. Ung. neapol. 5jß- Ung. Allh. 5/?. 
CumpJior. gr. viij. M. 1). 6'. Zum Einreiben. Die ganze 
Behandlung dauerte gewöhnlich einige Wochen ; konnte der 
Kranke seinem Fusse horizontale Lage geben so beschleu 
nigte diess die Heilung. Die Heftpflaster nach Baynton 
können die Heilung des Geschwüres unterstützen, werden 
aber nicht von jeder Haut gut vertragen und sind bei dieser 
Behandlung auch nicht nötliig. Natürlich muss mit dieser 
ausserlichen Behandlung eine angemessene innerliche verbun 
den werden, weshalb W. solche Kranke immer vor dem 
ersten Verbände etwas innerlich nehmen lässt. Im Verlaufe 
der Behandlung leisten Dulcarnara, Herb, furnariae u. s. w. 
gute Dienste. War der Ausfluss eines solchen Geschwürs 
stark und hatte es lange bestanden , so w urde am Ende der 
Behandlu ng an einer passenden Stelle ein Fontanell gesetzt, 
[üieef. Corresp.-Bl, d. würlb. ärztl. Vereins. Ed. X. JSr, 7.] 
IV. Gsnaekologie und Paediatrik. 
191. iVeuralgia uterina; von Dr. Roesch in 
Schwenningen. Die Schmerzen und Sensationen hysterischer 
Frauenzimmer sind äusserst mannigfaltig. Sie alle zu be 
schreiben wäre vergebliche, aber auch unnöthige Mühe, was 
a ber nicht berechtigt, alle mögliche Nervenkrankheiten der 
Weiber ohne Weiteres auf bequeme Weise der Hysterie zu 
2 urecliuen. Die Hysterie charakterisirt sich als Verstimmung 
Genitaliennervensystems der Weiber, die immer mehr
	        

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