Full text: (Neueste Folge, Band 13 = 1840, No 1-No 8)

Neueste Bibliographie. 191 
heit einbringen, doch schien der Grund der Gebärmutter noch 
nicht hinlänglich erschlafft, denn die Füsse waren noch sehr 
fest umschlossen, P. zog daher die Hand heraus, um noch 
einige Zeit zu warten. Bald darauf aber drängte eine kräf 
tige Wehe den vorliegenden rechten Arm völlig aus den Ge- 
schlechtstheilen hervor, so dass die Schulter sichtbar wurde; 
sogleich hoben sich Arm und Schulter in die Höhe und traten, 
indem sie fast ganz in die Geschlechtstheiie zurückgezogen 
Wurden, so unter den Schambogen, dass die Hand im obern 
Winkel der Schamlippen lag, der Arm ober sich innerhalb 
der Gebärmutter befand. Zugleich drehte sich der ganze 
Bumpf des Kindes aufwärts, indem zuerst die Kippen, dann 
die rechte Hälfte in die Uterusöffnung traten, über dem Damme 
entwickelte sich der Steiss, so dass die Hüften im grössten 
Durchmesser standen und der Bauch nach hinten gerichtet 
war. Der Kopf folgte bald. Das Kind war todt, aber völ 
lig ausgewachsen und 7 Pfund schwer. Dass bei der Ge 
burt kein eigentliches Zusammenlegen des Kumpfes, wenn 
auch ein Biegen desselben statlfand, konnte B. genau beob 
achten, und die Geburt würde im ersten Falle auch nicht als 
wirkliche Steissgeburt beendigt worden seyn, so dass dieser 
Fall mit Recht zu den wirklichen Selbstvvendungen gezählt 
werden kann. [Med. Zeit. v. Vereine f. Heilk. in Pr. 
1840. Nr. 6.J 
91. Neueste Bibliographie. 
Handwörterbuch der gesammten Chir 
urgie und Augenheilkunde, erausgege en 
von den Professoren Dr. W. Walther, Dr. M. Jager, 
und Dr. J. Radius. Fünfter Band: Orthopaedia 
Staphyloma. Leipzig, Verlag von Gebhard un 
Reisland. 1839. gr. 8. 636 S. und Sechste 
Band, 1. und 2. Lieferung: Staphylorrhaphia — . 
Leipzig, 1840. 336 S. 
Seit dem Erscheinen des vierten Bandes dieses 
buchs (Summar. N. F Bd. XI. Hft. 6. S. 383 und 384.) haben 
die Herausgeber, die Mitarbeiter und die \ erleger e ‘ 
nur Mögliche gethan, das Werk dem Ende rasch zuzu u ir n. 
dem besten Willen von allen Seiten konnte es aber, o ine t ass 
Gleichmiissigkeit des Werkes nicht zu sehr gestört uu manc
	        
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