Full text: (Neueste Folge, Band 8 = 1838, No 9-No 16)

II, Chirurgie und Ophthalmologie. 49 
Ar- 
‚Jie 
am 
die 
ehr 
den 
ein 
jel= 
und 
and 
ich 
‚em 
ıke 
BF 
je 
tte, 
Adu= 
der 
hä=- 
:tur 
;(e= 
ach 
ich 
rel 
in 
‚tus 
ine 
le- 
ie 
3S= 
08= 
ut= 
ef 
gel 
en, 
en, 
em 
gt 
je= 
“00 
des 
ıch 
ce- 
ind 
lor 
1e= 
‚en 
Blutegel scheint die Lust und Kraft derselben zum Saugen 
reger zu seyn, wenn sie ununterbrochen täglich angewendet 
und nach dem Saugen jedes Mal gehörig behandelt werden, 
als wenn man sie bei gleicher Behandlung wieder mehrere 
Tage ruhen lässt. [Casper’s Wochenschr, f, d. ges, Heilk, 
1838. Nr, 7.] 
‚19. Einige Beispiele von heilkräftiger Wir« 
kung der Natur in chirurgischen Krankheiten; 
von Dr. Camerer in Langenau, Bei einer Frau von 38 Jah- 
ren, welche, nachdem sie im ledigen Stande 7 Kinder gebo- 
ren, gleich in der ersten Schwangerschaft in der Ehe, ihrer 
Aussage zufolge an einem Schleimhautgeschwüre der Nase und 
des Gaumens, aller Wahrscheinlichkeit nach syphilitischen Cha- 
racters, gelitten hatte, bildeten sich in den ersten 6 Wochen 
der zweiten Schwangerschaft auf beiden Wangen, in der Mitte 
zwischen Ohr- und Mundwinkel, zu gleicher Zeit kleine 
harte Geschwülste, beginnenden Furunkeln ähnlich, ohne dass 
ihr Allgemeinbefinden gestört wurde, Diese Geschwülste ver- 
grösserten‘ sich immer mehr, wenn gleich langsam, und die 
Kranke empfand öfters Schmerzen darin, in heftigerem Grade 
besonders, als sich auf der Geschwulst der rechten Wange die 
Haut zu entzünden begann und dieselbe nach Auflegen eines Pech- 
pflasters mit Erguss von wenigem Eiter aufbrach. Dies geschah 
ungefähr in der 16. Woche der Schwangerschaft,. 10 Wochen 
nach der Entstehung des Uebels in der Mitte Juli’s 1834, und um 
diese Zeit kam die Kranke zu C., um sich über ihren Zustand zu 
befragen. Bei Untersuchung stellte sich Folgendes dar: Auf der 
rechten Wange in der Mitte zwischen Mundwinkel und Ohrdrüse 
war ein tiefes, an Umfang ungefähr Dreierstück grosses Geschwür 
fühlbar, mit brandig zerstörtem Zellgewebe ausgefüllt, von 
erysipelatöser Röthe umgeben — seine Ränder scharf begrenzt 
und hart anzufühlen. Die Geschwulst der Wange nicht mehr 
besonders stark. Auf der linken Wange war eine harte, sehr 
schmerzhafte Geschwulst von der Grösse eines Taubeneies auf 
derselben Stelle wie rechter Seits bemerkbar: einige Röthe in 
der Mitte der Geschwulst liess vermuthen, dass auch hier ein 
Aufbruch derselben erfolgen werde, allein es war durchaus 
noch keine Schwappung derselben fühlbar. Das Allgemeinbe- 
finden der Kranken war nicht besonders gestört. Um die Reini- 
gung des Geschwürs auf der rechten Wange von dem abgestor- 
benen Zellgewebe zu bewerkstelligen, liess C, Ung, digestiv. 
und dann Ung, basilic. auflegen, und die Kranke erhielt ein 
Abführmittel, Hierbei wurde das Geschwür reiner, aber zu- 
gleich tiefer und an Umfang grösser, ja endlich so tief, dass 
der Ohrspeicheldrüsengang angegriffen wurde und ein sehr hef- 
tiger Speichelausfluss aus demselben, besonders beim Sprechen 
nnd Kauen, sich einstellte.. In der Mundhöhle, der krankep 
Suminarinm d. Medicin. 1838. IT.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.