Full text: (Neueste Folge, Band 8 = 1838, No 9-No 16)

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IV. Gynäkologie und Pädiatrik. 
Trank erfolgte seit einigen Tagen Erbrechen, und bei langsa- 
mem und schwachem Pulse waren die Kräfte der Wöchnerin 
sehr gesunken. Obgleich die Hebamme versicherte, dass die 
Nachgeburt vollständig abgegangen sei, zweifelte B. doch dar- 
an und nahm daher eine Manualuntersuchung vor, Er fand 
den Muttermund weit geöffnet und in demselben einen Theil 
der Placenta eingeklemmt, der nur mit einiger Schwierigkeit 
gelöst und herausgebracht werden konnte, Der herausgezogene 
Theil war die grössere Hälfte der Placenta, woran, der vier- 
wöchentlichen Zurückhaltung in der Gebärmutter ungeachtet, 
sich keine Spuren von Fäulniss zeigten. Die Blutung aus dem 
Uterus hörte sogleich auf, und bei Chiva und andern stärken- 
den Mittetn nebst sorgfältigem Verhalten erhohlte sich die ge- 
schwächte Wöchnerin, ohne weitere Störungen des Wochenbetts, 
[Med, Zeit, v. Vereine f. Heilk, in Pr. 1838, Nr. 30.]
	        
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