Neueste Bibliographie.
447
cken standen in Berührung und um dieselbe herum hatte sich
unter der Haut ein beträchtliches Emphysem gebildet, welches
sich über die ganze entsprechende Seite der Brust und den
Hals erstreckte. Die rechte Seite des "Thorax zeigte keine
Spuren davon. Die Wunde war direct durch den 9 Zwi-
schenrippenraum eingedrangen. Bei Druck auf die Brust trat
mit Luftblasen vermischte blutige Flüssigkeit hervor, die Rip-
penpleura bot eine der Grösse der äussern Wunde entspre-
chende Oeffaung dar, Bei Eröffnung der Brust fand sich im
der linken Seite ungefähr 3 Pfund sehr blutige Flüssigkeit;
das ganze Brustfell war mit weicher falscher Membran von
gleicher Farbe bedeckt, Die nach oben und innen zurückge-
drängte, auf das Drittel ihres Volumens redueirte Lunge bot
hinten, 11“ von ihrer Basis entfernt, eine 5‘ lange verticale
Wunde mit etwas aus einander stehenden Rändern dar, in
welche eine Sonde 7” tief eindrang. Beim Aufblasen der
Lunge kam die Luft durch diese Wunde hervor; das benach-
barte Gewebg zeigte sich beim KFinschneiden etwas mit Blut
infiltrirt, aber weich und von normaler Consistenz, der Ueber-
rest der Lunge war gesund, In der Pleura der rechten Seite
fanden sich etwa 6 Unzen blutiges Serum, in dessen Mitte
weisse gelbliche Speckhaut schwamm; der Herzbeutel enthielt
3—4 Unzen rosenrothes Serum, das Herz wenig Blut; die
Ventrikel waren merklich erweitert und ihre Wände verdünnt.
Aus der Hohlvene floss beim KEinschneiden in dieselbe viel
schwarzes Blut aus. — In diesem Falle hatten sich die schwe-
ren materiellen. Verletzungen durch keine entsprechenden Symp-
tome kund gegeben. [Jahrb. der ges. Med. Bd. XIX, Hft,.
1. nach: ‚Archiv, gen, de Paris Decb, 1837.)
186. Neueste Bibliographie:
Die Pflege der Kinder im ersten Lebens-
jahre und das Ziehhaus als Bedürfniss
des Staates nebst einer damit zu ver-
einigenden Lehranstalt für Wärterin-
nen dargestellt von Ernst Rudolph Löffler.
Leipzig bei Carl Heinrich Reclam. 1835.
vr; 8, XAVIIE u. 294 5.
Der Verfasser dieser; Sr. Maj« dem König von Sachsen gewid-
meten Schrift ist ein junger Arzt, welcher so eben im Begriff steht,
seine Studien auf der Universität Leipzig zu beendigen, Nach dem
Vorworte besteht der Zweck der hier anzuzeigenden Schrift der
Hauptsache nach darin, einen Gegenstand zu erörtern, der dem
ganzen Staate als von nicht geringer Wichtigkeit erscheinen. muss,
Denn es handelt sich hier um ein Mittel, wodurch nicht nur das Ge