Full text: (Neueste Folge, Band 8 = 1838, No 9-No 16)

256 IH. Chirurgie und Ophthalmologie. 
dingen, häreditär, Verwundungen und chemische Einflüsse rufen 
sie nie hervor.  Zuweilen fühlt sich der Bulbus härtlicher an; 
als im gesunden Zustande und manchmal ist er auch kleiner, als 
der andere, an dem das Uebel noch nicht erschienen ist. Zwi- 
schen Linse und hinterer Kapselwand bildet sich manchmal 
eine Bursa ichorem continens. Das Corpus ciliare ist zuwei- 
Jen varicös, was sich durch blauen Ring um die Cornea cha- 
racterisirt. Geregeltes Leben, vielleicht auch Mittel können 
das Uebel, wenn nicht heilen, doch an der schnellern Ausbil- 
dung aufhalten und die Trübuog nicht weiter fortschreiten las- 
sen. Wie höheres Alter das Scleroma bedingt, so wird Mala- 
cia dagegen in jedem Alter durch innere Krankheiten, die sich 
auf die Kapsel werfen und hier schleichenden Entzündungsprocess 
anregen, Vorzugsweise hervorgerufen. Die Reaction gegen Ver- 
wundungen ist bedeutend, weshalb hier die eine so bedeutende 
Verwundung setzende Extraction nicht am Platze ist, zumal da 
auch die Grösse der Malacia den Durchgang durch Pupille und 
Hornhautwunde sehr erschweren würde und die kranke Kapsel 
leicht einen das Sehen benachtheiligenden Nachstaar zur Folge 
haben könnte, Discision gelingt deshalb schwieriger, weil die 
erweichte Masse nicht flüssig, sondern fest. unter sich zusam- 
mengeleimt ist, daher nicht ausfliesst und so oft die geöffnete 
Kapsel, die ohnehin zur Eotzündung neigt, wieder adhäsiv ver- 
wächst, Dislocation dürfte hier am meisten anzuwenden seyn, 
doch hat man hier besonders auf die etwa noch im Körper ver- 
borgenen Dyscrasieen zu sehen, die sich dann nach der Opera- 
tion, zumal bei ungünstiger Witterung gern auf das Auge wer- 
fen und hier unheilbare Zerstörungen anrichten. — Ill. Die 
Phacohydropsia ist der Wassersucht ähnliche Verflüssigung der 
Linse, die stets und ausschliesslich nur von Kapselentzündung 
abhängt, Die mässig verdunkelte Kapsel enthält tropfbar-flüs- 
sige, zuweilen milchichte Feuchtigkeit, die bei Bewegungen 
des Kopfs durchschimmert. Die Trübung ist gross, weiss oder 
milchblau, wolkicht. Das Gewölke ändert sich bei gewissen 
Neigungen des Kopfs, Die Lichtempfindung ist stärker als bei 
Malacia, Die Kranken sehen alles wie durch Flor oder dich- 
tes Spinnengewebe, Die Lichtlamme erscheint grösser, manch- 
mal getheilt, aber immer höchst undeutlichz die weitere Ent- 
fernung vergrössert den Schein der Flamme und macht ihn un- 
deutlicher. Auf dem Rücken scheint sich die Trübung etwas 
von der Pupille zu entfernen, wonach auch der Schlagschatten 
deutlicher ist. Die Pupille ist durch Druck der Hydropsia auf 
die Iris gewöhnlich sehr weit, auch unbewezlich, In einzelnen 
Fällen bemerkt man Verwachsungen. Gläser helfen nichts. 
Mouches volantes, Photoscopieen, Lichtschen begleiten die in 
der Regel schnell erfolgende Ausbildung, die häulig das Pro- 
duct von Verwundungen und chemischen Schädlichkeiten ist, 
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