Full text: (Neueste Folge, Band 8 = 1838, No 9-No 16)

216 1I, Materia medica und Toxikologie, 
den Umständen moderirten Fortgebrauche des Drasticum verlor 
sich zuerst die Fluctnation im Unterleibe und dann, von den 
obern Theilen ausgehend, auch die Hautgeschwulst, so dass 
der früher scheinbar wohlbeleibte Maan nun ganz mager war, 
Ohne irgend stärkende Nachcur, welche die Umstände nicht 
zuliessen, erholte sich Pat, in etiwa 3 Wochen ganz und blieb 
von allen Rückfällen frei. Ein anderer ähnlicher Fall kam bei 
einem anscheinend gesunden, zart gebauten, 27jährigen Mäd- 
chen vor, bei dem sich ohne vorausgegangene‘ Krankheit und 
bei regelmässiger, doch spärlicher Menstruation nach und nach 
erst Hautwassersucht und dann Ascites im hohem Grade ent- 
wickelte. Da hier gleich Anfangs nichts zu entdecken war, 
worauf sich eine Causalindication gründen liess und die Kräfte 
so wenig gesunken waren, dass Pat, den Verf. besuchen konnte, 
so verordnete derselbe ohne Weiteres die Bontschen Pillen 
mit dem glänzendsten Erfolge, wie im vorhergehenden Falle und 
hat sich noch vor Kurzem, ein Jahr nach überstandener Krank- 
heit, von dem blühenden Ansehen und völligen Wohlbefinden 
dieser Person überzeugt, die gleichfalls ausser dem genannten 
Mittel nichts weiter gebraucht hat. [Casper’s Wochenschr. f, 
d. ges. Heilk, 1838, Nr. 16, u. 18.1 
88. Ueber das Electuarium anthelminthicum 
Stoerckit; won Dr. Zzıs zu Dresden, Sehr viele Aerzte 
verordnen das KElectuarium anthelminthicum Stoerckii, olme 
dass sie die Zusammensetzung jedes Mal speciell angeben, 
Wie wenig sie sich aber so darauf verlassen können, immer 
ein gleichmässiges Präparat zu erhalten, wird sich aus folgen- 
dem ergeben. In von Störck’s medic,-pract. Unterr. f, Feld« 
und Land-Wundärzte befindet sich unter Nr. 200 nachstehende 
Vorschrift: Rec. Sal, polychr. Pulv. rad, Jalapp. Pulv. radı 
Valer. aa, 3j. Oxym. scill, 3Ziv. M.. Erwachsene sollen täg- 
lich 4 Mal einen Löffel voll, Kinder alle 2 Stunden einen 
Kaffeelöffel voll nehmen. So bereitet hat das Mittel gar nicht 
die Latwergenform, sondern bildet eine Schüttelmixtur und 
aan muss, um eine Latwerge zu erhalten, nur eine Unze 
Oxymel auf die 3 Drachmen fester Substanzen nehmen lassen. 
Doch thut man gut, gleich die doppelte Menge zu verschreiben, 
weil man mit jener geringen Menge nichts ausrichten würde. 
Manche Apotheker richten sich jedoch nach der in Reuss di- 
spensatorium universale als Suıörck’sche Latwerge angegebe- 
nen Formel, die von jener darin wesentlich abweicht, dass sie 
statt des Sal. polychrestum den Salmiak vorschreibt. Auch 
wird hinzugesetzt, dass die Latwerge durch Zufügung einer 
Drachme Zittwersaamen noch wirksamer werde, Aus viel- 
facher Erfahrung kann Z. versichern, dass auch die mit Sal- 
miak bereitete Latwerge sehr wirksam’ ist und von Kindern 
viel Keber genommen wird, als alle den Ziltwersanmen ent-
	        
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