Full text: (Neueste Folge, Band 8 = 1838, No 9-No 16)

IV. Gynäkologie und Pädiatrik. ' 125 
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wände verordnet. Ionerlich reichte man das Calomel zu } Gran 
alle 2 Stunden. Am andern Tage wurde das Kind von perio- 
dischen tefanischen Krämpfen befallen, während welcher es 
Jaute Aeusserungen seines Schmerzes ausstiess. Zu der bishe= 
rigen Behandlung kamen noch Kalibäder hinzu. Da auch am 
folgenden Tage diese nervösen Erscheinungen noch vorhanden 
waren, zu deren. Hervorrufung jede, selbst die leiseste Berüh- 
rung hinreichte, so verband man das Calomel mit Moschus und 
wandte Morphium aceticum zu + Gran endermatisch an. Nichts 
vermochte jedoch das Kind zu retten, denn der 2 "Page später 
Abends erfolgende Tod vereitelte die Hoffnungen, die man aus 
der langen Erhaltung des Kindes schen geschöpft hatte, Am 
folgenden Tage wurde die Section angestellt, Man machte 
hier, um nicht, wie bei der gewöhnlichen Oeffnungsweise des 
Bauches, die Nabelgefässe zu durchschneiden, blos einen Quer- 
schnitt: oberhalb des Nabels und schlug nun, nach Auspräpari- 
rung der Nabelvene, die untere vordere Bauchwand, an der 
die Nabelarterien verlaufen, zurück, Merkwürdigerweise fan- 
den sich hier wieder dieselben pathologischen Erscheinungen an 
den Nabelarterien, wie in dem vorigen Falle; nur war die Ent- 
zündung des Bauchfells: hier mehr auf die nähere Umgebung 
der Arterien beschränkt und hatte nicht die im vorigen, 80 
rasch verlaufenden‘ und nicht antiphlogistisch behandelten Falle 
beobachtete Ausbreitung geuommen. Aeusserlich an dem Nabel 
wurde keine Spur von Entzündung wahrgenommen. Bei dem 
Durchschnitte der Anschwellungen fand man in diesem Falle 
immerhalb derselben den Kanal der Arterie obliterirt und unter- 
halb ‚derselben und in sie hineinragend einen dünnen, schwärz- 
lichen Bluttrombus in der Arterie. — Diese beiden Fälle ka- 
men in der Berliner Entbindungsschule, welcher B. vorsteht, 
vor. Ein Dritter ereignete sich bald darauf in dessen Poliklinik 
an einem am 13. Sept. gebornen Mädchen eines Schneiders, 
das in den ersten Tagen nach seiner Geburt ganz wohl gewe- 
sen war, Am 17. Sept. Abends beim Baden war der Nabel 
abgefallen undi nach der Aussage der zur Pflege des Kindes be- 
stimmten Frau wollte dasselbe an dem nämlichen Abende schon 
nicht die Brust mehr nehmen. Dabei bemerkte sie ein Blau- 
werden des Gesichts, fortwährendes Anziehen der Extremitäten 
und krampfhafte Verschliessung des Mundes. Zur Beruhigung 
der besorgten Eltern hatte besagte Frau dem Kinde ein Kly- 
stier gegeben. Am andern Morgen fand man bei der Untersu- 
chung das Kind ziemlich abgemagert, den Nabel walstig vor- 
getrieben, in seinem Krater Ueberreste der Sulze und in die- 
ser, wie schwärzliche Blutpuncte aussehend, die Mündungen 
der Nabelgefässe. . Die Bauchwand unterhalb des Nabels war 
hart und gespannt, das Kind schrie beim Druck auf dieselbe 
und schnellte die Schenkel an den Leib. Die krampfhafte
	        
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