Full text: (Neueste Folge, Band 8 = 1838, No 9-No 16)

IV. Gynäkologie und Pädiatrik, 117 
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Wahrscheinlichkeit zu erhalten schien, wollte G. mit der gan- 
zen Hand untersuchen, wozu er die Kreissende in eine Quer- 
lage brachte, um, wenn sich seine Vermuthung bestätiget fände, 
sogleich die Wendung des Kindes ohne Zeitverlust machen zu 
können. Aus dieser Untersuchung ergab sich, dass das Kind, 
die rechte Hüfte ‚und denselben Fuss darbietend, dergestalt quer 
Jag, dass der Steiss der rechten, der Oberkörper der linken 
Hüfte und die vordere Kindesfläche dem Rücken der Mutter 
zugekehrt war. Nachdem wegen vollkommen abgeflossener 
Wässer von der Natur keine günstige Lageänderung erwartet 
werden konnte, so wurde mit der eingeführten Hand die Her- 
ableitung des Fusses, und somit die Umwendung des kindli- 
chen Körpers bewirkt, wobei dasselbe, indem es langsam un- 
ter den Wehen hervorgezogen wurde, eine so günstige Stel- 
lung nahm, dass der zurückgeschlagene Fuss dem rechten 
Kreuzdarmbeinwinkel zugekehrt wurde, und hoffen liess, dass, 
da dieser der geräumizste schien, der Körper des Kindes olne 
Auslassung des zweiten Fusses leicht nachfolgen werde. Doch 
schon die Lösung der Arme geschah mit grosser Schwierigkeit, 
der Kopf war mit seinem grössten Umfange im Eingange des 
Beckens festgehalten, und konnte nur, da das Leben des 
Kindes diesen Versuchen unterlag, durch Aulegung des. schar- 
fen Hakens ausgezogen werden. Das Kind hatte die Grösse 
einer vollkommen reifen Frucht, und obgleich durch diesen 
Versuch wegen zufälliger ‚regelwidriger Lage desselben, und 
seiner ungewöhnlich starken Ausbildung, der gehoffte glückli- 
che Erfolg nicht erreicht werden konnte, . so unterliegt es doch 
keinem Zweifel, dass die Kunst in diesem Verfahren das Mittel 
gefunden habe, den so gefährlichen Kaiserschnitt an: Lebenden, 
von deren regelwidrigem Becken der Geburtshelfer früh genug 
in Kenntniss kommt, aus der Reihe der geburtshülflichen Ope- 
rationen zu verdrängen, [Med, Jahrb. d. k. k. österr, Staa- 
tes. Bd. 24, Hft, 4.) 
52. Ueber die Punction und die Exstirpation 
krankhaft vergrösserter Ovarien; vom M, R, Dr. 
DouLyorr, Krankhaft vergrösserte Ovarien werden nicht ganz 
selten beobachtet, duch fast immer reichen die Mittel, welche 
die Kunst besitzt, nicht aus. Diess liegt wohl besonders darin, 
dass man in der Diagnose noch so weit zurück ist, besonders 
was den Anfang des Uebels anlangt und so geht meist die Zeit, 
in der man mit entzündungswidrigen und umstimmenden Mitteln 
noch etwas auszurichten, namentlich die etwaige chronische Ent- 
zündung zu beseitigen und Rückbildung der anfangenden, Desor- 
ganisation zu bewirken vermag, ungenützt vorüber und man lernt 
den Feind erst kennen, wenn das Uebel nicht mehr geheilt 
werden kann. Die vom Verf. beobachteten Fälle haben ihm 
überdiess gezeigt, dass fast nie der Krankheitszustand, den
	        
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