Full text: (Neueste Folge, Band 7 = 1838, No 1-No 8)

Jl. Materia medica und Toxikologie, 487 
Columbo, Cort. Quercus, Rad. Sarsaparillae, Graminis, 
Gentianae, Lign, Quasiae, Res. Guajac. und holländischer 
Syrup allmählig, Opium und Cort, Chinae aber augenblicklich 
zersetzend ein, — Die Substanzen wurden in der Regel ent- 
weder in wässriger Lösung oder im wässrigen Aufguss ange- 
wendet, Die Aufgüsse waren bereitet im Verhältniss 1 : $, 
nur beim Opium 1 : 16, die Auflösung X : 3. Die angewen- 
dete Aetzsublimatlösung enthielt 8 Gran in der Unze Wasser, 
Nur bisweilen wurden diese Verhältnisse etwas abgeändert. — 
Das Resultat war in den meisten Fällen Calomel, bei Opium 
and China war die Reaction complicirter, da nun Quecksilber- 
axydverbindungen entstanden, Dann bemerkte der Verf. auch, 
dass eine mit Zucker, Gummi oder Quittenschleim versetzte 
Sublimatlösung von Kalkwasser nicht gefällt, sondern nur gelb- 
lich gefärbt, nach langer Zeit aber metallisch reducirt wird. 
[Buchner’s Repert. XIT. p. 25—56.) 
226. Ueber die Einwirkung des Quecksilber- 
sublimats auf Eiweiss; von Gzeocurecan, Der Verf, ist 
der Ansicht, dass man den durch Quecksilberchlorid in Eiweiss- 
lösungen entstandenen Niederschlag weder als Quecksilberchlorid- 
Eiweiss, wie Berzelius und Lassaigne (Summar, N. F, 
IV. p. 34.), noch als Quecksilberchlorür-Eiweiss, wie Orfi- 
la, sondern nur als Quecksilberoxyd-Eiweiss mit Rose, wel- 
cher seine Ansicht von Erscheinungen hernimmt, die die Ab- 
wesenheit des Chlors beweisen (ausgenommen die dem Chlor- 
natrium des Eiweisses angehörende kleine Menge), betrachten 
müsse, Rose’s Gründen für diese Ansicht fügt der Verf. noch 
einige auf Versuche gestützte hinzu, welche allerdings dafür 
sprechen, [Ann. d. Pharm. IV. p. 36—40.] 
227. Ueber das Eisene-ydhydrat als Antidotum 
gegen Vergiftung durch weissen Arsenik; vom 
Prof. Dr. ScwuLtz in Berlin. Die Entdeckung eines unfehlba- 
ren Gegengifis gegen Arsenik ist so wichtig, dass die grosse 
Theilnahme, welche die Beobachtungen von Bunsen und 
Berthold über Heilung der Arsenikvergiftung durch Eisen- 
oxydhydrat erregt haben, eben so leicht erklärlich ist, als die 
Wiederholungen. der Versuche, um sich über den Thatbestand 
zu vergewissern, weil Anwendung einer unsichern und beding- 
ten oder -theilweisen Hülfe, der man das unbedingteste Ver» 
trauen schenkt, fast noch gefährlicher wäre, als deren Nicht- 
kenntniss , wodurch auf bekannten Wegen die Aufmerksamkeit 
geweckt erhalten wird, während. Vertrauen auf ein unsicheres 
Mittel in so gefährlichen Fällen zu bittern Täuschungen führen 
kann. Die Bestätigung der] Versuche Berthold’s und Bun- 
sen’s durch Boullay, der sie bei Pferden wiederholte, so 
wie durch Soubeiran, Miquel u. A. einerseits und aude-
	        
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