Full text: (Neueste Folge, Band 7 = 1838, No 1-No 8)

Il. Materia mediea und Toxikologie, 485 
serophulöser Mensch hatte an beiden Ellenbogengelenken einen 
Tumor albus. Die seit 4 Jahren vorhandenen Geschwülste 
waren schmerzhaft und unbeweglich, MDas salzsaure Baryt 
wurde 3 Monate angewendet. Die grösste Dosis war 30 Gran 
in obiger Mischung. Dadurch verkleinerte sich der Tumor am 
pechten Arme um 2 Linien am obern und 3 Zoll am mittlern 
Theile. Am liüken Arme hatte sich die Geschwulst an ihrem 
obern Theile um % Zoll, am mittlern um 1 Zoll und am un- 
tern um 14 Zoll verkleinert + Gräfe’s u. v. Walther’s Journ, 
d. Chir, u, Augenheilk, z ; Hft. 2.] 
— 223. Opium bei eingeklemmten Brüchens von 
Dr. Fzur. Aus eigener Erfahrung macht F. auf die erfolg- 
reiche Anwendung dieses Mittels aufmerksam. Er gab, ohne 
auf die Art der Einklemmung besondere Rücksicht zu nehmen, 
stündlich 1 Gran Opium in Substanz, wonach die Spannung im 
Bruchsacke bald nachliess und der Bruch entweder von selbst 
oder durch leichte Versuche mittelst der Taxis in die Rruch- 
höhle zurücktrat, Selten waren über 4 Gaben nöthig. KEinge- 
tretene Narkosen wurden durch Kaffee und Essig gehoben, wo- 
nach zuletzt gewöhnlich ein Abführmittel gegeben wurde... [v. 
Pommer’s Schweiz... Zeitschr. Bd. IT. Hft. 2.] 
224, Ein Fall von glücklicher Anwendung des 
Magnets bei Neigung zu Aboertus; von Dr, Bıcrıye in 
Mühlhausen. Eine kräftige 28jährige Frau, ohne Anlage zu 
besonderen Krankheiten, hatte zwei Mal einen Abortus im 6. 
Monate erlitten. Das erste Mal war sie in der Schwanger- 
schaft. fortwährend wohl gewesen, als sie plötzlich olıme Ver- 
anlassung das Gefühl bekam, als platzte Etwas in ihrem Leibe, 
Einige Tage darauf trat der Abortus ein, wobei sie viel Blut 
verlor, sich aber schnell wieder erholte. Das zweite Mal ver- 
ursachte der plötzliche Tod ihrer Schwester und Schwägerin 
einen hefiigen Gemüthseindruck bei ihr; den Tag darauf wurde 
B. gerufen: die Austreibung der Frucht war unter heftigen 
Schmerzen und einem kaum zu stillenden Blutflusse erfolgt, 
führte aber keinen weiteren Nachtheil herbei. Als sich die 
Frau das Jahr darauf wieder im 3. Monate schwanger fühlte, 
brachte B., um die Neigung zum Abortiren aufzuheben, ‚einen 
Magnet auf besondere Art in Anwendung, ohne gleichzeitigen 
Gebrauch von Arzneien. Hierzu bestimmte den Verf. die be« 
kannte Empfehlung des Magnets von Paracelsus und van 
Helmont. B. heftete einen hufeisenförmigen Magnet mit ge- 
raden Schenkeln, 6 Zoll lang, 4 Zoll breit, 2 Linien dick auf 
eine Compresse von Leinwand, welche durch Bänder an eine 
Leibbinde unter der Herzgrube und zwischen den Schenkeln 
hindurch am Rücken befestigt werden konnte, und brachte den- 
selben dergestalt in Anwendung, dass er in die Nabelgegend auf
	        
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