Full text: (Neueste Folge, Band 7 = 1838, No 1-No 8)

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(Chirurgie und Ophthalmologie, LS} 
stigt würde, Die Nerven gaben keine Veranlassung zum .Brande, 
sie blieben bis zuletzt thätigs; denn das bewies uns die nur 
Jangsam erlöschende Empfindung in den abgestorbenen Parthien. 
Jene Flecken in der Fusssohlenfläche: des rechten Beins kenn- 
ten wir nur als Wirkung der in die Säftemasse übergeführten 
Brandstoffe‘ ansehen, welche durch ihr Erscheinen schon eine 
weit vorgeschrittene Verderbniss der Säfte erkennen liessen; 
was noch überdies das eingetretene hectische Fieber hinreichend 
bewies. Diese Erscheinungen und die von Neuem merklich ab+ 
nehmenden Kräfte machten nun die Amputation selbst zu einer 
Indicatio vitalis, welche wir so bald als möglich zu erfüllen 
beschlossen, wie dies auch der sehnlichste Wunsch der Kran- 
ken selbst und ihrer Angehörigen war. : Wer wollte auch in 
einem solchen verzweifeltem Falle nicht selbst zu dem letzten 
Mittel greifen, was hier die Amputation keineswegs war, wiel= 
mehr unserer‘ Diagnose zufolge sehr dringend indicirt wurde, 
Nur wo sollten wir amputiren, um zugleich: die mechanische 
Ursache mit wegzuräumen? Diese; eine schwer zu lösende 
Frage, da sich nichts unsern Sinnen darbot, wo wir den Sitz 
hätten vermuthen können, konnte uns jedoch nicht an der Aus- 
übung dieser nothwendigen Operation hindern, denn Jag,y was 
anzunehmen war, die Ursache in dem Hauptgefässe, der Schen- 
kelarterie , so konnten wir von den zahlreichen Collateralzwei- 
gen die gegründetste Hoffnung hegen, dass selbst, wenn die 
Amputation diese mechanische Ursache nicht wegräume, sie 
dennoch die Ernährung des Schenkels über dem Knie, nament- 
lich der oberen Hälfte des Oberschenkels übernehmen und da- 
durch das Wiedererscheinen des Brandes an dem Stumpf verhü- 
ten würde. Aufschieben liess sich die Operation nicht mehr, 
da das Leben der Kranken zu sehr dabei in Gefahr gerieth, 
indem der :Säftemasse eine zu grosse Menge schädlicher Stoffe 
von dem abgestorbenen Gliede fortwährend zugeführt wurde, 
wodurch sichtlich sich ihr Zustand verschlimmerte. Es wurde 
Naher die Mitte des Oberschenkels zur Amputationsstelle als die 
zeeignetste gewählt, und hier die Operation den folgenden Tag den 
1. Dec. 1835 nach Langenbeck’s Methode gemacht. Wie 
gross war unser freudiges Erstaunen, als wir die Schenkel- 
schlagader, die selbst nach gänzlich gelüftetem Tourniquet nicht 
spritzen wollte, mit einem + Zoll langen polypenartigen Fleisch- 
pfropf vollkommen ausgestopft fanden, welcher sich leicht aus 
der Arterie herausziehen liess... Die Vorsehung hatte uns hier 
auf die wichtigste Stelle geleitet, denn die Hälfte des polypen- 
artigen Pfropfs fanden wir in dem obern und die grössere Hälfte 
in dem untern Ende der Arterie, an der sich weiter nichts Ab- 
normes hei der später vorgenommenen anatomischen Untersu- 
chung des abgenommenen Gliedes zeigte, Es blieb uns nun 
kein Zweifel mehr übrig, dass wir richtig diagnosticirt hatten,
	        
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