Full text: (Neueste Folge, Band 7 = 1838, No 1-No 8)

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Ill. Chirurgie and Ophthalmologie, 
bräunlich-schwarz abgestorben, mithin, sobald die künstliche 
Wärme entfernt wurde, kalt; beim Berühren der Oberfläche 
unempfindlich, wohl aber hatte Pat. noch etwas Gefühl, sobald 
man den Knochen näher kam, am stärksten und zu den pei- 
nigendsten Schmerzen gesteigert war dasselbe an der Grenze des 
Brandes, diese Gresze war jedoch noch nicht bestimmt, denn 
noch immer war der Brand im Fortschreiten begriffen ; jede Bewe- 
gung vermehrte die Schmerzen an derselben Stelle, Der erstere 
Arzt war mit Schneiden sehr fleissig gewesen, denn schoa war 
die ganze innere Seite der Wade entfernt und das Schienbein 
fast in seiner ganzen Länge entblösst. Auch im rechten Fusse 
empfand Pat, einen eigenthümlich prickelnden Schmerz, urd in 
der Fusssohlenfläche waren mehrere Sugillationen entstanden, 
welcher Umstand uns zu der Annahme, gewiss nicht mit Un® 
recht, bestimmte, die Veranlassung dieses brandigen Abster- 
bens in einer innern dynamischen Ursache zu suchen, und wahr- 
scheinlich auch des Absterbens dieses Fusses gewärtig.zu s:yn, 
weshalb wir die Amputation des schon abgestorbenen. Urter- 
schenkels vorerst weit hinaussetzten und es uns um so nehr 
angelegen seyn liessen, diese vermeintlich innere dynamische 
Ursache, welche wir in einer bedeutend gesunkenen Irritabiliäts« 
kraft suchten, durch die Anwendung der oben genannten Mit- 
teln baldmöglichst zu heben und dem Brande dadurch Grenze zu 
setzen, Einige Tage hatten wir die Freude den Brand nicht 
weiter schreiten zu sehen, derselbe hatte sich ziemlich begrenzt. 
Die Flecken am rechten Schenkel in der Fusssohlenfläche, wel- 
che ich scarificirt und mit aromatisch-geistigen Fomentatimen 
behandelt hatte, wurden nicht grösser und zeigten vielmehr eine 
rothe gesunde Grundfläche. Die Kräfte der Kranken hattensich 
merklich gehoben und der Puls war kräftiger geworden. Aber 
unsere Freude ‚sollte nur von kurzer Dauer seyn, denn ıchon 
nach einigen Tagen fing der Brand am Unterschenkel veiter 
zu schreiten an, und setzte uns nun hinsichtlich der verinlas- 
senden Ursache in grosse Verlegenheit. Die oben schm an- 
geführte Ursache konnte den Brand nicht allein hervorgeracht 
haben, sonst hätte bei den so merklich zunehmenden Kräften 
der Brand begrenzt bleiben müssen, es musste also hier notlır 
wendig eine andere zu Grunde liegen, Das Vorschreien des 
Brandes ging von Neuem sehr rasch, denn schon den %, Tag 
darauf fanden wir das Knie davon er+riffen. Dieses Veiter- 
schreiten des örtlichen Todes an dem einen Schenkel olue dass 
die verdächtigen Flecken in der Fusssohle des andern grösser 
wurden, und die Art des Brandes selbst — trackner Band — 
bestärkte uns in der Vermuthung, dass irgend ein mechmnisches 
Hinderniss in den zuführenden, respective ernährenden kefässen 
den Brand veranlasst haben müsste, welcher noch durch die sich 
hinzugesellte irritable Schwäche in seinem Fortschreite: begün- 
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