Full text: (Neueste Folge, Band 7 = 1838, No 1-No 8)

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1. Chirurgie und Ophthalmologie, 41 
einem entzündlich-rheumatischen Fieber befallen, wo dieselbe 
in der Acme des Fiebers anfing zu deliriren, was aber bald 
wieder vorüberging. Der sie behandelnde Arzt, ein junger 
Mann, hielt diese Delirien für Zeichen einer Febris nervosa, 
für welche er auch die Krankheit erklärte, wie die Angehö- 
rigen versicherten. Schon im Stadio decrementi stellten sich 
im Jisken Unterschenkel und Fusse Gefühle von Eiogeschlafen- 
heit, Prickeln und Ameisenkriechen ein und es wurden bald 
auch in der Mitte des Unterschenkels schwarze Flecken sichtbar, 
welcie rasch sich ausbreiteten und im Verlaufe von mehreren 
Tagen den ganzen Fuss nebst Unterschenkel bis über die Wade 
eingz:nommen hatten.- Da, wo das Glied schwarz geworden 
war, war oberflächlich alles Gefühl erloschen, doch tiefer, 
in der Nähe des Knochens, waren die weichen Theile nicht 
ganz abgestorben, sondern besassen noch Gefühle, wie die 
oben angegebenen, welche sich bei der Bewegung des Schen« 
kels oder bei zu tief dringendem Schnitte des sie behandelnden 
Arztes zu den empfindlichsten Schmerzen steigerten. Aus den 
Verordnungen dieses Arztes zu schliessen, hielt er höchst wahr- 
scheinlich diesen Brand für einen dem Hospitalbrand ähnlichen, 
dena äusserlich wandte er ausschliesslich das Chlor an, und 
zwer die 4qua oxymuriatica , welche er mittelst in ihr ge- 
trärkter Läppchen überschlagen liess. — Innerlich hatte er 
der Kranken Tinctura chinae mit Acidum Halleri , alle Paar 
Stunden einen Theelöffel voll zu nehmen, verordnet, und hier- 
netten, so höchst widersinnig, streng allen Genuss von Wein, 
Fleischbrühe etc, verboten, obgleich Pat. sehr entkräftet war, 
mitınter profuse Schweisse hatte, und ihr Puls sehr beschleu- 
vigt schwach, JFeicht zu unterdrücken und klein war. Am 19, 
Nov. wurde von dem Ehemaune der Pat. Hr. Landgerichts- 
wumlarzt Erdmann requirirt, welcher, da er vergebens auf 
den behandelnden Arzt wartete, auch von den Angehörigen 
vernihm, dass derselbe oft mehrere Tage keinen Besuch mache, 
bei ® bewandten Umständen weiter nicht säumte, alle Ver- 
ordnıngen des vorigen Arztes bei Seite setzte und äusserlich in 
die Enschnitte auf Plumasseaux gestrichenes Unguent, digestiv. 
und lierüber einen warmen Umschlag von Weidenrindendecoct, 
in wdchem zuvor aromatische Kräuter infundirt worden waren, 
anwaıdte; zu beiden Seiten des Gliedes liess er warme Krüge 
legen, Innerlich gab er der Pat. ein Decoct, Chinae mit Ra- 
dix talami, Elixir, acıd. Haller. und Spirit. sulphurico- 
xether , daneben eine kräftige Diät und Wein. Den folgenden 
Tag e£hon reiste ich mit Hrn. Erdmann zu der Kranken, 
welche mich ersucht hatte, dieselbe mit ihm gemeinschaftlich 
zu behndeln. Es war wirklich ein ergreitender Anblick eine 
solche zrbarmungswürdige Leidende zu sehen: der ganze linke 
Untersaenkel war, bis zwei Finger breit unter dem Knie,
	        
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