Full text: (Neueste Folge, Band 7 = 1838, No 1-No 8)

El. Chirurgie und Ophthalmologie, 39 
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mige, gelind eröffnende Klystiere gegeben und innerlich alle 4 
Stunden 1 Gran Calomel, dazwischen aber eine Emulsio papa- 
verina mit Manna und Aqua Laurocerast gereicht und hier- 
durch nach einigen Tagen Nachlass des Fiebers und des Local- 
leidens bewirkt. Die genannten inneren Mittel wurden dann 
nach und nach ausgesetzt, bei horizontaler Lage, wobei aber 
der Körper mehr nach der Seite der Wunde zu geneigt war, 
die strengste Ruhe beobachtet, eine milde, leicht verdauliche 
und reizlose Kost angeordnet und durch gelind erweichende 
Klystiere der Leib täglich offen erhalten. Im späteren Verlanfe 
der Cur und nachdem sich die Zufälle der Enteritis schon völ- 
lig verloren hatten, schien zwar der entzündliche Process in 
den Gedärmen aufs Neue wieder aufflammen zu wollen; durch 
Emulsionen mit Oleum Ricini und Gaben von Calomel, so wie 
Einreibungen von Unguentum Hydrargyri cinereum mit Oleum 
Hyoscyami, wurden jedoch diese entzündlichen Zufälle immer bald 
gehoben. Die Wunde am Bauchfelle und in den Bauchmuskeln 
war durch Agglutination bereits den 3. Tag, an welchem die 
blutigen Hefte entfernt wurden, ‚vereinigt. Die allgemeinen 
Bedeckungen so schnell zur Vereinigung zu bringen, gelang 
dagegen nicht; ein ziemlich breiter Streifen Haut des obereu 
Wundrandes sphacelirte, es entstand Eiterung und die Vernar- 
bung der äusseren Wundränder konnte nur auf dem langsame- 
ren Wege des Substanzersatzes gewonnen werden, weswegen 
sich die völlige Heilung bis in die 53. Woche verzögerte, Zur 
Beschränkung der Granulation und Beförderung der Vernarbung 
leistete das Auflegen von in eine schwache Auflösung des Höl- 
lensteins getauchten und wieder getrockneten Leinwandläppchen 
gute Dienste. Bereits sind mehrere Monate verflossen, seitdem 
dieses Mädchen aus der Cur entlassen ist und in den Functionen 
des Darmcanals, oder in dem Allgemeinbefinden desselben sind 
keine Störungen zurückgeblieben. — Aus diesem Falle dürfte 
abermals hervorgehen, wie viel in manchen Fällen die Heilkraft 
der Natur zu Jeisten vermag und dass bei Bauchwunden selbst 
die in einem hohen Grade entzündeten, vorgefallenen und ver- 
letzten Gedärme eine glückliche Heilung noch hoffen Jassen, 
wenn nur deren Reposition nicht zu lange verschoben und der 
nachfolgenden entzündlichen Reaction kräftig enigegengewirkt 
wird, [Med. Zeit. v. Vereine f. Heilk, in Pr. 3837. Nr. 31.] 
21. Coxalgia; von Dr. Brenner Ritter von Fel- 
sach zu Lambach in Ober - Oestreich, Kin Mädchen von 20 
Jahren, scrofulös, äusserst sensihel, öfters an hysterischen Con- 
vulsionen Jeidend, suchte im November 1835 bei B. Hülle. 
Schon seit einigen Wochen hatte sie über einen Schmerz im 
rechten Kniegelenke geklagt, den man einem Falle zuschrieh ; 
diese Schmerzen nahmen aber ‚immer mehr zu, 80 dass sie nicht 
mehr gehen konnte, Auch gegen B. klagie sie zuerst über
	        
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