Full text: (Neueste Folge, Band 7 = 1838, No 1-No 8)

II. Materia medica und Toxikologie, 413 
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wähnte Schwester dieses Knabens wurde im Aug. 1826 an der- 
selben Krankheit leidend in die Siechenanstalt aufgenommen, 
Ausser den Krebsgeschwüren im Gesichte, litt sie noch an Ca- 
ries, wovon die Röhrenknochen der obern und untern Extre- 
mitäten ergriffen waren, Mit einem antisyphilitisch - antiscro= 
phulösem Heilverfahren wurde innerlich begonnen, besonders 
das Dec. Zittm. angewandt, die Krebsgeschwüre im Gesicht 
mit Pulv. Cosmi zerstört, und auf die oben angegebene Weise 
geheilt, Die Caries der Röhrenknochen dauerte jedoch länger 
und forderte die Entblössung der davon afficirten Knochenstel- 
len, nebst innerlicher Anwendung der China, Phosphorsäure, 
Asa foetida und Rad, rub. tinctor. Nachdem sich mehrere 
bedeutende Knochenfragmente exfoliirt hatten, erfolgte die voll- 
kommene Genesung im Winter 1829 und im folgenden Sommer 
wurde das Mädchen vollkommen geheilt aus der Anstalt ent- 
lassen. Sie ist gesund geblieben, und kräftig geworden. — 
MH. Venerisch-arthritischer Warzenkrebs, Ein 30jäh- 
riger Bauer wurde im Juli 1826 an Gesichtskrebs leidend in 
die Anstalt aufgenommen, Er war ein schlanker, kräftig aus- 
sehender Mann, der Soldat gewesen war., Er gab an, er wäre 
in früheren Jahren immer gesund gewesen, nur habe er als 
Soldat vielmal an Gesichtsschmerzen mit Gesichtsgeschwulst und 
an einseitigem Kopfweh (HMemicrania) und öfters an Glieder- 
schmerzen mit angeschwollenen, schmerzhaften Gelenken gelit- 
ten, welche sich vor kurzer Zeit bei Witterungswechsel immer 
wiederholt hätten, Auch gestand er, dass er vor 8 Jahren mit 
Gonorrhöe behaftet gewesen sei, welche aber durch Arzneimit- 
tel bald gewichen wäre. Vor zwei Jahren habe er eine 
Warze nahe am linken Mundwinkek bekommen, die ihn jedoch 
Anfangs durchaus nicht belästigte; sie sei aber in einem Jahre 
bis zur Grösse einer Haselnuss gewachsen, habe bisweilen flüch- 
tige Stiche verursacht und ein blaurothes Aussehen bekommen. 
Vor einem Jahre habe er dieselbe beim Essen mit einem ble- 
chernen Esslöffel zufällig verletzt, wobei sie stark blutetez diese 
Verletzung sei nicht wieder geheilt, die Warze geschwürig 
geworden und 20 stark gewachsen, dass sie in einigen 
Monaten die Grösse eines Taubeneies erreicht habe, Seite 
dem das Geschwür offen sei und stark fliesse, verspüre er keine 
Schmerzen mehr in den Gelenken und im Kopfe. Als der 
Kranke in die Anstalt kam, hatte die Excrescenz den Umfang 
eines grossen Taubeneies; auf der Oberfläche war sie in ein 
offenes, höchst unreines, zackiges Geschwür verwandelt, wel- 
ches einen Theil der Oberlippe und den linken Nasenflügel 
schon zerstört hatte. Die Excrescenz hatte eine breite Grund- 
fläche, starken Zufluss von Säften von den benachbarten Ge- 
fässen, welche vergrössert waren und blauroth sich in die Ge- 
schwulst einsenktenz von derselben gingen blaurothe Striemen
	        
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