Full text: (Neueste Folge, Band 7 = 1838, No 1-No 8)

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Ill. _ Chirurgie und Ophthalmologie, 
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Trunke ergeben, bemerkte, dass seine Zunge schwer wurde 
und dass er nicht ohne Mühe gewisse Worte sprechen konnte, 
bald nachher fühlte er einen klopfenden Schmerz und deutliche 
Anschwellung in der ganzen hinteren Hälfte der Zunge, Pat. 
wandte sich an T, als Schlingen und Athemholen schon sehr 
schwer und die Zungenwurzel eingekeilt war. Alle bekannten 
Merkmale einer Glossitis fanden sich vor: schon hatte Pat, ei- 
nige Tage lang warme und schleimige Flüssigkeiten in den 
Mund genommen. Dessenungeachtet war die Geschwulst. der 
Zungenwurzel sehr schnell auf diese Höhe gestiegen, Man 
konnte den Finger nicht bis auf die Geschwulst führen, also 
auch keine Fluctuation erkennen, 'T. machte einen Einscheitt 
mit dem Bistouri, um Blut zu entleerenz sogleich aber stürzte 
eine beträchtliche Menge Eiter hervor, die Geschwulst sank au- 
genblicklich und die Wunde sammt der Härte war nach zwei 
Tagen nicht mehr vorhanden. Die Ursachen der Krankheit blie« 
ben dunkel, ebenso der Zusammenhang derselben mit der Lun- 
gensucht , die sich kurz darauf entwickelte und den Mann töd- 
tete. [Med, Zeit. v. Vereine f. Heilk. in Pr. 1838, No. 8.] 
173. Ueber Abscess des weichen Gaumens; 
vom M. R. Dr. HeyreLDerR in Sigmaringen, Gewöhnlich nimmt 
man an, dass Abscesse im weichen Gaumen selten sind. Dieser 
Meinung sind z. B. Dieffenbach und Jolly. Andere, wie 
A. G. Richter etc, erwähnen nur des Uebergangs in Eiterung 
bei Angina tonsillaris und sprechen von Abscessbildubg im 
weichen Gaumen gar nicht, Doch ist sie nicht so selten, als 
man demnach glauben sollte, nur scheint sie an manchen Orten 
und zu manchen Zeiten vorzugsweise häufig. Auf dem Rücken 
der schwäbischen Alp und dem südlichen Abhange dieses Ge- 
birges, besonders im Donauthale, sind Bräunen und besonders 
auch Entzündungen des weichen Gaumens im Herbste und Win- 
ter gar nicht selten und nur zu oft nimmt man dann auch Ab- 
scesse des weichen Gaumens wahr, Im Jan, und Febr. beob- 
achte der Verf, vielfältig Halsentzündungen, die vorzugsweise 
Uvula und weichen Gaumen, sehr selten die Mandeln ergriffen 
und auffallende Neigung zur Abscessbildung zeigten. Vor Allen 
waren Podagristen und diejenigen heimgesucht, die wiederholt 
früher an herumschweifenden acuten Rheumatismen gelitten hat- 
ten. In der Regel folgte bei diesen dem ersten Erkranken 
keine Abscessbildung, dann aber trat fast unmittelbar mit Nach- 
lass der Palatitis das herumwandernde Gliederweh hervor, das 
oft nicht eher wachliess, als bis sich von Neuem Entzündung 
des weichen Gaumens .und Zapfens entwickelte, die dann ge- 
wöhnlich io Eiterung endigte, womit vollkommene Genesung 
wom Gliederweh und der Halsentzündung folgte, Der Verf. 
hat in dieser Zeit die Palatitis mit Abscessbildung bei Kranken 
von verschiedenem Alter, besonders aber zwischen dem 15. und
	        
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