Full text: (Neueste Folge, Band 7 = 1838, No 1-No 8)

Il. Materia medica und Toxikologie, 357 
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30-—40 Jahren 3 verschiedene Leute trauen, wenn es nicht ent- 
schiedene Schutzkräfte .besässe, Da es übrigens kein heroisches 
Mittel ist, so verdient es jedenfalls versucht zu werden. Es 
ist: Turpethum minerale (Subsulphas mercur.) 1—53 Gran je 
nach dem Alter gegeben und am andern Tage wiederholt. Der 
erwähnte Quacksalber verliess sich auf eine Gabe und benutzte 
nie Localmittel, doch empfahl er einen Thee von Hahnendarm 
(Alsine L.), wohl zur Täuschung, [LHamb. Zeitschr. f. d. 
ges. Med. Bd. VII Hft. 1. nach: .Americ, med, Intellgi. 
1. Aug, 3837.1- 
169. Giftiger Dunst faulender Kartoffeln; 
von Dr. TroscHer in Berlin, Kine arme Familie hatte einen 
Vorrath Kartoffeln in ihrer Stube unter einem breiten Bette auf- 
geläuft, wo diese durch die strenge Kälte über Nacht gefro- 
ren, bei Tage aber durch die Wärme des nahen Ofens zum 
Theil wieder aufzeweicht wurden, und bei dieser wechselnden 
Temperatur bald faulten. Eines Tags wurden die Kinder an- 
gehalten, die faulenden Kartoffeln auszulesen und wühlten mit 
kleinen Stöcken in dem Haufen: bald wurden sämmtliche fünf 
Bewohner der Stube von Schwindel, Kopfweh und Erbrechen 
befallen, Man schob dies auf den Dampf des im Ofen glim- 
menden Feuers, öffnete die Fenster und bald darauf erholten sich 
die Kranken, Am andern Tage aber war wegen Mangels an 
Brennstoff der-Ofen nicht geheitzt worden, und dennoch wieder- 
holten sich dieselben Zufälle mit derselben Stärke, nachdem die 
Kinder das Kartoffelauslesen wieder angefangen hatten. Das 
Oeffnen der Fenster und Auslüften des Zimmers schaffte aber- 
mals Linderung.‘ Wahrscheinlich ist diese Vergiftung der Stu- 
benluft der Kohlensäure zuzuschreiben, die der gährenden Masse 
der faulen Kartoffeln entstiegen ist. [MedY Zeit, v. Vereine 
f. Heilk. in Pr. 1838. Nr. 7.1 
170. Mittheilungen des Vereins für Natur- 
und Heilkunde im Voigtländischen Kreise; durch 
dessen Vorstand Amts- und Stadtphys. Dr. ScHreyeR, in 
Oelsnitz. I. Beiträge zur Toxikologie, mitgetheilt von dem 
Amts- und Stadtphys. Dr. Schreyer. 1) Grünspan- 
Vergiftung. Am 10. Oct. 1833 kam der Einwohner B, 
aus O0. zu mir und bat mich, sein Kind schleunigst zu besu- 
chen, indem er solches unbewusst mit Grünspan vergiftet habe. 
Er habe nemlich heute gepflastert, und einige Stücke von dem 
ihm zu dem Kaffee gereichten Zucker in die linke Westen- 
tasche gesteckt, dabei aber nicht. bedacht, dass er in selbiger 
gewöhnlich Grünspan führe, den er zum Anstrich des Kinder- 
spielzeugs gebrauche. Wie er nun Abends nach Hause gekom- 
men, 80 sel ihm sein 2 Jahr altes Kind entgegengesprungen. 
Er habe nun in die Tasche gegriffen und, ohne darauf zu sehen,
	        
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