Full text: (Neueste Folge, Band 7 = 1838, No 1-No 8)

II, Materia medica und Toxikologie, 345 
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per. Dass überdies der Darm oder eine Darmpartie ein Pfund 
Quecksilber wirklich tragen könne, ohne zu zerreissen, vird dem 
Verf., abgesehen von andern analogen Erscheinungen, ebenfalls 
aus dem mitgetheilten Falle wahrscheinlich, wo auf eine kaum 
6 lange Strecke des Dünndarms wenigstens 8 Unzen dessel- 
ben zusammengehäuft waren, ohne dass Pat. dadurch sich be- 
Jästigt gefühlt, oder der Darm Schaden gelitten hätte, Wenn 
aber Hanius behauptet, dass der Darm kein Pfund Quecksil- 
ber tragen könne und da es keineswegs erwiesen ist, dass 
dasselbe während des Lebens in ganz fein zertheiltem Zustande 
im Darmkanal sich finde, wogegen auch die Aeusserung der 
Kranken spricht, die meist sagen, dass sie es da oder dort, 
wie einen Klumpen Megend, fühlen, so ist es sonderbar, dass 
er das Quecksilber, dem er nun einmal nicht viel zutraut, doch 
unter die heroischen Mittel zu setzen sich nicht weigert. Die 
von ihm angestellten Versuche beweisen nichts, denn so gut das 
Quecksilber im Saccus coccus des Magens während des Lebens 
sich ansammeln kann, wie er selbst zugiebt, eben so gut kann 
dies auch in irgend einer Falte eines Darms geschehen und 
wenn er bei einem andern Kaninchen das Quecksilber im Darm 
in kleinen Kügelchen suspendirt fand, so geht daraus nicht hervor, 
dass dies immer so seyn müsse und daran, dass das Queck- 
silber durch den Motus peristalticus weiter gefördert werde, 
hat überhaupt wohl Niemand gezweifelt. So gut ferner das 
Quecksilber durch Druck auf den Magen den Motus antiperi- 
stalticus und sofort das Erbrechen beseitigt, so gut kann es 
dies von jeder Stelle des Darmkanals aus ebenfalls thun und 
es ist höchst unwahrscheinlich, dass es nur wirke, so lange 
es im Magen ist und die fernern guten Folgen des aufhörenden 
Erbrechens nur dem wieder hergestellten Motus peristalticus 
allein zugeschrieben werden können, denn in einigen Fällen, 
wo das Hinderniss von der Art war, dass es durch denselben 
picht überwunden werden konnte, hörte das Erbrechen nach 
Einnehmen des Quecksilbers doch sogleich für immer auf, Dass 
das Quecksilber aber nach der Genesung nicht gleich und auß 
einmal, sondern oft recht spät und zertheilt abgeht, liegt eben 
darin, dass es sich an verschiedenen Stellen des Darms ansam- 
meln und daselbst liegen bleiben kann. [Heidelb, med. ‚Annalı 
Bd. II) Hft. 4.] 
26 
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1]. MATERIA MEDICA und TOXIKOLOGIE. 
163. Aster montanus gegen Vipernbiss, und 
Agave americana gegen Wassersucht; von Dr, 
VYıycesz Granorov in Sebenico, GG. beobachtete viele Fälle
	        
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