Full text: (Neueste Folge, Band 7 = 1838, No 1-No 8)

II.‘ Materia medica: und Toxikologie. : 29 
Nerven, 
— Zur 
‚färbung 
tärbung 
ıng ent- 
Queck- 
Metalls 
:ler Be- 
irzlichte 
+ meist 
Leider 
r Fälle, 
er Blut- 
ese An- 
ıtkügel- 
ıng des 
a8selben 
Einfluss 
‘setzung 
eimnetz 
er dun- 
so Muss 
Gegen- 
las Sil- 
Silber 
Farbe 
‚ohlung 
menden 
Grund 
reunde 
Ausser 
ehrsten 
Berüh- 
färbte, 
e nach 
gleich- 
Mittels 
ch die 
» ZU- 
durch 
Verf. 
Haut- 
raben 
”das- 
‚ranke 
ıe das 
2) 
Lehren Orfila’s, Lesueur’s und des Verfs, Versuche, dass das 
salpeters. Silber, auch wenn es als solches in den Magen kommt, 
doch schnell in Hornsilber umgewandelt wird und bei den über- 
all im Körper sich vorfindenden Chlorverbindungen und’ der 
leichten Zersetzbarkeit des salpetersauren Silbers ist es mehr 
als unwahrscheinlich, dass dasselbe, selbst wenn ein Theil im 
Magen nicht zersetzt würde, als solches ins Capillargefäss- 
system der Oberhaut und ins Rete Malpighii komme, 3) Er- 
geben die Versuche von Rayer und Lelut, dass ein Auflö- 
sen des Silbersalzes nicht wohl das färbende Princip in der Haut 
seyn könne, da die gefärbten Theile weder durch kochendheisse, 
noch durch Tage lange Macerationen in kaltem Wasser selbst 
nach Entfernung der Epidermis die Farbe veränderten oder ver- 
loren. 4) Hält Sachs in Königsberg diese Aosicht für ganz 
erfahrungswidrig, weil man auch innere Theile gefärbt fand 
und glaubt vielmehr, das Silber werde im Körper reducirt, trete 
in fein zertheiltem regulinischem Zustande in Folge des Motus 
cellularis eine Wanderung durch den Körper an und finde, in 
Gas oder Dampfgestalt nicht eliminirbar, au der äussern Haut, 
oder vielmehr an der Epidermis seine absolute Gränze. So 
sehr K. im Ganzen die Ansicht theilt, dass nicht wohl Salpeter- 
saures Silber das färbende Princip in der Haut seyn kann, so 
schwer kann er sich doch mit der erwähnten eigenen Ansicht 
von Sachs aus mehreren‘ Gründen, welche K, genauer ange- 
geben hat, die aber den Ref, hier doch zu weit führen wür- 
den, nicht befreunden. Will und muss man die Anwesenheit 
eines Silbersalzes’ als färbenden Principes in den gefärbten Thei- 
len annehmen, so scheint nach den jetzigen Erfahrungen Horn- 
silber die einzige Silberverbindung, deren Anwesenheit man ver- 
muthen kann, Zwar soll Brandes Silberoxyd in der Haut 
gefunden haben, doch darf man wohl nicht olıne Grund diesen 
Körper für Product, nicht aber Educt der chemischen Analyse 
halten, Wie aber nun das Chlorsilber in die gefärbten Theile 
gelange, das will K, Andern zu ermitteln überlassen. — Was 
(die Krankheiten anlangt, in denen man jetzt das salpeters. Sil- 
ber anwendet, 80 sind dies folgende: 1) Epilepsie, Die 
/ sehr allgemeine Anwendung des Mittels gegen dieses Uebel 
spricht schon für Brauchbarkeit desselben, Es ist, seit dasselbe 
Sims, Cappe, Bostock, Hull, Fouquier, Reil, Heim 
u. A, gaben, häufig mit dem glücklichsten Erfolge gegen Epi- 
lepsie gebraucht, ja es ist zuweilen als Hauptmittel gepriesen 
worden, das noch Hülfe leiste, wo alle andern Mittel nichts 
Ausrichteten. Doch fehlt sehr viel daran , dass dieses Mittel stets 
und in allen Fällen sich von gleich guter Wirkung zeigte und 
dass man ihm specifische Kräfte gegen Epilepsie beilegen könne, 
In keiner ganz geringen Zahl von Fällen leistete es, gar nichts, 
Es wäre sehr gut, wenn man bestimmen könnte, unter welchen
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.