Full text: (Neueste Folge, Band 7 = 1838, No 1-No 8)

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II. Materia medica,und Toxikologie. 
‚stitielles Zellgewebe, Muskeln, Sehnen, Aponeurosen, Nerven, 
Gefässe und Knochen keinen Theil an der Verfärbung. — Zur 
Lösung der Frage, wie das salpeters, Silber diese Verfärbung 
erzeuge, ist es nicht unwichtig, dass man schwarze Hautfärbung 
theils nach. Quecksilber, theils ohne fremde Veranlassung ent- 
stehen sah. Die Fälle, wo die Färbung sich nach dem Queck- 
silbergebrauche einstellte, scheinen für Anwesenheit des Metalls 
in der Haut als färbendes Princip zu sprechen. In vieler Be- 
iehung wichtiger sind die Fälle, wo bläulichte, schwärzlichte 
Baurlätbung zuweilen ohne alle bekannte Veranlassung, meist 
ach heftigen psychischen Eindrücken sich ausbildete. Leider 
Fehlt es aber jetzt noch an genauer Untersuchung dieser Fälle, 
Lobstein leitet diese schwärzlichte Farbe von plötzlicher Blut- 
stockung in den Capillargefässen her, doch möchten diese An- 
sicht wohl nur Wenige theilen, da Stockung der Blutkügel- 
chen in den Capillargefässen wohl Röthe und Eutzündung des 
betreffenden Theils, aber keine schwarze Färbung desselben 
erzeugen. Letztere ist wohl mehr von einer unter Einfluss 
alienirter Nerventhätigkeit erfolgenden Veränderung, Zersetzung 
und vermehrten Abscheidungen des Blutpigments ins Schleimnetz 
der Oberhaut herzuleiten. Was aber die Entstehung der dun- 
kein Färbung nach dem Gebrauche des Silbers anlangt, so muss 
man für jetzt mit allen denen, welche ueuerlich diesen Gegen- 
stand der Betrachtung werth hielten, annehmen, dass das Sil- 
ber unmittelbar , sei es als Salz, Oxyd oder regulinisches Silber 
in die gefärbten Theile abgesetzt werde und so diese Farbe 
erzeuge. Denn die Annahme, nach der zu starke Verkohlung 
des Bluts, die durch das salpeters. Silber und seinen lähmenden 
Einfluss auf Lungen = und Schlundnerven entstehe, der Grund 
jener Verfärbung sei, findet jetzt mit Recht keine Freunde 
mehr, da für so bedeutende Verderbniss der Blutmasse, ausser 
der dunklen Farbe, auch gar nichts spricht. — Die mehrsten 
Aerzte scheinen dadurch, dass das salpeters. Silber, in Berüh- 
rung mit organischen Substanzen, dieselben schwärzlich färbte, 
verleitet worden zu seyn, anzunehmen, der Körper werde nach 
länger fortgesetzten Anwendung dieses Mittels dadurch gleich- 
sam übersättigt, die nicht zu bewältigende Menge des Mittels 
werde ins Rete Malpighit abgeschieden und hier durch die 
Oberhaut, die nur für gasförmige Stoffe durchgängig sei, zu- 
rückgehalten und durch Sonnenlicht oder sonst irgend wodurch 
allmählig geschwärzt. Diese Meinung scheinst aber dem Verf, 
aus folgenden Gründen nicht annehmbar: 1) folgte diese Haut- 
veifärbung auch nach andern Silberpräparaten, eben so gaben 
Viele das salpeters, Silber in einer Verbindung, wodurch das- 
seibe ganz zersetzt wurde und doch bekamen einzelne Kranke 
diese Verfärbung, obgleich nicht wohl einzusehen ist, wie das 
salpeters. Silber im Körper wieder erzeugt werden könnte. 2) 
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