Full text: (Neueste Folge, Band 7 = 1838, No 1-No 8)

HI. Chirurgie und Opluthalmologie, 231 
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Sache wurde nicht weiter beachtet, Einige Zeit war an der 
verletzten Stelle nicht die mindeste Veränderung bemerkbar und 
erst später nahm man. wahr, dass die linke Backe etwas dicker 
als die rechte sei; da aber damit keine Beschwerden verknüpft 
waren, so wurde nichts gebraucht. : Indessen erhob sich allmäh- 
liz und von Jahr zu Jahr mehr, duch ohne alle schmerzhaften 
Empfindungen, die linke Backe.zu einer bedeutenden Geschwulst, 
deren Wachsthum vom 20, Jahre an sich beschleunigte und 
fortschreitend‘ ihre jetzige Grüsse entwickelte. ; Die Hnke 
Backe war als eine grosse, mehr kegelförmige, sehr entstel- 
lende Geschwulst emporgetrieben, welche die Nase seitwärts 
nach rechts und das Auge etwas nach oben und aussen ver- 
drängt hatte, : Die sie bedeckende Haut war, nur im innera 
Augenwinkel leicht geröthet und auf der Mitte der Geschwulst 
von einer schr ausgedehnten, quer verlaufenden Vene durchzo- 
gen, sonst ganz. natürlich beschaffen und an allen Stellen über 
der Geschwulst verschiebbar, Die Grenze derselben lief vom 
inneren Augenwinkel gegen die Mitte der Nasenwurzel an der 
Nasenseite herab, durch den Nasen- zum Mundwinkel, ging 
über den Process. alveolar, des Oberkiefers hinweg bis zum 
hintersten Backenzahn und stieg von da durch das Os malae 
zur Mitte des unteren Orbitalrandes hinauf, Kine mit einem Fa- 
den vorgenommene vergleichende Messung ‘dieser und der ge- 
sunden Seite gab folgendes Resultat: Vom inneren Augenwin- 
kel bis 4“ hinter den Mundwinkel: gesunde Seite 3‘, kranke 
Seite 4‘ 4. Vom Septo narium bis zum Ohrläppchen 4” 
w 6 2. In ihrer Peripherie mass die Geschwulst 94”. 
Ihre Erhebung von der Basis schien überall allmählig gegen 
den in der Gegend des Process. maxillar. befindlichen Gipfel 
zu geschehen; bei genauerem Fühlen unterschied man jedoch 
deutlich, dass sie an der vorderen und unteren Seite steil, 
aber mit abgerundeten Rande aus der knöchernen Umgebung 
heraustrat. Nicht bloss nach aussen, sondern auch nach andern 
Richtungen hin hatte die Geschwulst sich entwickelt und die 
\Wände des Uberkieferknochens aus ‚einander getrieben, Das 
Planum orbitale war so weit emporgehoben, dass am Boden 
der Augenhöhle eine Geschwulst von der Grösse einer halben 
Nuss gefühlt werden konnte, das Planum nasale war so nach 
innen gedrängt, dass man in den Nasengang die Spitze des 
kleinen Fingers nicht einführen konnte und das Planum pala- 
/inum senkte sich als eine taubeneigrosse Brücke in die Mund- 
höhle herab. VUeberall, wo man die Geschwulst untersuchte, 
war sie auf ihrer Oberfläche eben, oder in sanfıe, glatte Buckel 
erhoben, hart, olıne an irgend einer Stelle elastische oder wei- 
che Nachgiebigkeit wahrnehmen zu lassen und vollkommen un- 
beweglich mit ihrem Grunde verwachsen. Die-Störungen, wel- 
che sie, ausser‘ der Verunstaltung, veranlasste, waren folgende:
	        
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