Full text: (Neueste Folge, Band 7 = 1838, No 1-No 8)

228 11. Materia medica und Toxikologie, 
\Kreosot zur Schleimhaut der Luftwege zu haben, da es bei 
\Forpor derselben die Expectoration so ausgezeichngt bethätigt, 
Dies könnte aber nicht seyn, wenn es nicht lebhaftern Andrang 
der Säfte nach der Lungenschleimhaut und somit raschern Stoff- 
wechsel der Respirationsorgane überhaupt verursachte, Daraus 
leitet‘ sich aber wieder sehr natürlich eine Gegenanzeige des 
Kreosots bei phthisischem Habitus ab, wo im Gegentheile sich 
Alles darum handelt, den Säfteandrang gegen die Lungen mög- 
lichst zu beschränken und somit eben die Entwickelung des 
schlummernden Krankheitskeimes zu verzögern. Der Verf, 
zweifelt nicht, dass der Kranke unter Nr. 1 nur deshalb der 
Lungenschwindsucht so bald unterlag, weil man das Kreosot zur 
Bekämpfung des Nervenfiebers gegeben hatte. Doch war hier 
eine Vital-Indication zu erfüllen und in einem Falle der Art hat 
man schon viel gewonnen, wenn das Leben, sei es auch ein 
sieches, nur um etliche Wochen verlängert wird. . [Casper's 
Wochenschr, f. d. ges. Heilk., 1838. Nr. 4, u. 2,] 
112. Wirkung des Chlorkalks; vom M. R. Dr. 
MueLn.eR, (A. d. Hauptjahresber. über d. Grossherzogl. Sie- 
zhenanstalt in Pforzheim vom Jahre 1836). Schon früher wucr- 
den in der Anstalt günstige Versuche mit diesem Mittel als 
Einspritzung bei £Iuor albus angestellt und sowohl bei Fluor 
albus aus Localschwäche, äls auch bei‘ venerischem weissen 
Flusse Heilung erreicht. Weitere Versuche mit diesem Mittel 
wurden bei hartaäckigen, fressenden Flechten, bei bösar.igen 
Fussgeschwüren, Knochenfrass, Krebsgeschwüren u. 8, w. ge- 
macht, und bei verschiedenen Individuen, wo ein ‚atonischer 
Zustand im Localübel vorwaltete, verminderte die Chlorkalklö- 
sung den üblen Geruch, reiniyte die Geschwüre, bewirkte Ex- 
foliation., Dagegen ist sie bei reizbaren Individuen und ähnli- 
cher Beschaffenheit des örtlichen UVUebels nicht anzuwenden. 
Die Ag. oxymurictica ist milder und hat bei denselben Uebeln 
und vorzüglich bei venerischen Halsgeschwüren treifliche Dien- 
ste geleistet. [Heidelb. med, Annal. Bd. JIT. Bft. 4.] 
323. Wirkung des essigsauern Bleies gegen 
Metrorrhagien; von Dr. EıcneLBErRe in Wesel, Das von 
englischen und amerikanischen Aerzten so sehr empfohlene 
essigsaure Blei fand auch E, sowohl bei plötzlich eingetretenen 
Metrorrhagien kurz nach der Entbindung, als bei chronischen 
‚sehr wirksam. In allen diesen Fällen waren viele andere Mit- 
tel bereits kürzere oder längere Zeit erfolglos angewandt wor- 
den und in zweien waren die Pat. durch Blutverlust schon so 
erschöpft, dass die grösste Lebensgefahr vorhanden war. Das 
Mittel wurde in grossen Gaben, von 2 — 3 Granen mit einem 
Zusatze von } Opium alle 1—3 Stunden angewandt. In eini- 
gu Fälleu halfen schon einige Gaben, doch in andern musste 
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