Full text: (Neueste Folge, Band 7 = 1838, No 1-No 8)

212 L Pathologie, Therapie und medicinische Klinik, 
klemmte Bruch die erste Veranlassung zu dieser ungewöhnlich 
rasch verlaufenden Entzündung gab, scheint nicht zu bezweifeln, 
eben so scheint auch die Fortbildung und der tödtliche Ausgang 
allein von dieser einmal angeregten und mit aller Heftigkeit ver- 
laufenden Entzündung auszugehen. Nahe liegt es noch, der 
Perioration des Magens und dem in Folge derselben geschehe= 
nen Austritt von Contentis in die Bauchhöhle einen Nauptantheil 
an der Eutzündung und ihrem tödtlichen Ausgange zuzuschrei- 
ben; aber 1) zeigte sich der anatomische Heerd an der Bruch- 
stellez 2) fand man keine deutliche Spur von dem Magen - oder 
Darminhalt in der Bauchhöhle, und 3) hatte das Loch im Magen 
durchaus nicht das Ansehen eines frisch entstandenen, sondern 
längst schon bestehenden. Bei der Art, wie sich dieses Loch 
bei der Section, frei nach aussen ausmündend,, darstellte, bleibt 
bs allerdings unerklärlich, dass nie Etwas’ von dem Inhalte des 
Magens herausgetreten seyn sollte. Es ist daher am wahrschein- 
Jichsten, dass die genannte Oeffnung während des Lebens durch 
die gegenseitige Lage der Organe zu einander verdeckt und 
geschlossen wurde. LMeıd. Corresp.-Bl. d. würt, ärztl. Vereins, 
Bd. VIL Nr. 50.] 
105. Hydrops universalis cum Cirrhosi he- 
patis; vom O. M. A. Dr. Cuiss. (A. d. zehnten Jahresber, 
über d. Kranken im Cathar.-Hosp. in Stuttgart vom 1. Juli 1836 
bis 30. Juli 1837.) Ein 30jähriger Schuhmacher kam am 24. 
November mit den Zeichen allgemeiner Wassersucht , an der er 
schon seit } Jahren litt, ins Hospital, Eine icterische Färbung 
des ganzen Körpers, So wie ein braunrother icterischer Urin, 
deuteten auf Leberleiden; die Stuhlgänge waren gefärbt, aber 
beständiz diarrhöeartig. Der Kranke starb am 14. Jan, nach 
einem zweitägigen soporösen Zustande, Bei der Section fand 
man die rechte Lunge durchaus mit der P/eura cost. verwach- 
sen, letztere verdickt, erstere normal. In der linken Pleura- 
höhle gegen 1 Maass gelblichen Serums, das Parenchym der 
Lunge verkleinert, lederartig, kaum noch knisternd, aber im 
Wasser schwimmend. Im Herzbeutel gegen 3 Schoppen hell- 
gelbes Serum. Die Substanz des Herzens mürbe, erweicht, 
wenig Blut enthaltend, das kleine Coagula bildete, die innere 
Gefässhaut weiss. In der Bauchhöhle eine grosse Menge trüber, 
gelblicher Flüssigkeit. Die Leber in ihrem Volumen bedeutend, 
wenigstens um + verkleinert, ihre Oberfläche grau gefärbt, sehr 
uneben durch eine Menge kleinerer und grösserer rundlicher 
Protüuberanzen, ihre Consistenz ausserordentlich fest, ihr speci- 
fsches Gewicht mehr als um das Doppelte vermehrt. Das Pa- 
renchym zeigte auf der Durchschnittsfläche kleine Zusammen- 
hänfungen von Körrern, von der Grösse eines Steckuadelkopfs, 
gelber Farbe, weicher Consistenz und bei angebrachtem Druck 
aus dem Parenchym hervortretend. Diese Granulationen waren 
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