Full text: (Neueste Folge, Band 7 = 1838, No 1-No 8)

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II. Materia medica und Toxikologie, 157 
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3 Unzen Liq. Kali carb. 7 Unzen Dec, Alth. ‚und 1 Unze Syr. 
simpl. oft einen Esslöffel einflössen. Offenbar ging es darauf bes- 
ser, doch rief das Mittel im Munde und Schlunde Schmerz hervor, 
‚worauf die Mischung so geändert wurde, dass man dieselbe Quan- 
tität des Liquor mit sehr concentrirter und stark versüsster Mohn» 
emulsion verband. Dies half und Pat. nahm vom 313. bis zum 16. 
Oct. täglich 2 Unzen Lig. Kali carb. mit dieser Emulsion, während 
wiederholt an Kehlkopf und Präcordien Blategel in grosser Zahl 
gesetzt, warme Breiumschläge übergelegt und Mund und Schlund 
mit öligen, schleimigen Mitteln gepflegt wurden. Schon am 
Abende des ersten Tages waren Lebenskraft und Bewusstsein 
zurückgekehrt, die Magenschmerzen und Koliken waren gerin- 
zer und die convulsivischen Zuckungen fast verschwunden. Es 
waren mit etwas Blut gemischte, schwarze Stühle abgegangen, 
eben so auch Urin, und das Gesicht natürlicher, doch war 
grosse Kraftlosigkeit und grosse Aufregung im Nervensysteme, 
vielleicht in Folge der Gemüthsaffection, zurückgeblieben, wes- 
halb Pat. eine Gabe Ertr. hyosc. bekam. Am 14. waren al- 
(erdings Mund- und Rachenhöhle mit Schorfen und wie mit 
schwammartiger, schwarzrother Masse bedeckt, die Sprache 
kaum vernehmbar, die Schmerzen. besonders im Munde und 
Schlunde heftig, Unruhe und Umherwälzen im Bette, Vomituri- 
tionen und Würgen von schwarzen Massen zugegen, auch war 
der Puls noch klein, schwach, zitternd und das Aussehen bleich, 
doch ging es sichtlich besser und Pat. , die ganz bei sich war, 
konnte nun schon mit einiger Leichtigkeit Flüssiges herabschlio- 
gen. Pat erhielt Zuckerwasser mit Magnesia und genoss davon 
ziemlich viel, doch brach sie das Genossene auch wieder weg. 
Die Arznei nahm sie ohne Wiverrede und anscheinend ohne 
Schmerz. Den J5. und 16, October nahm die Besserung 
sichtlich zu und nur das Schlingen wurde in: dem Maasse 
schmerzhafter , als sich die Schorfe im Schlunde und Magen ab- 
sonderten und wunde Flächen entstanden, ‘auch war die Em- 
pfindlichkeit des Magens bedeutend’ und vertraute man demselben 
etwas mehr, als gewöhnlich an, so trat Erbrechen ein; Gegen 
diese Uebel bekam Pat. zuweilen etwas Bilsenkrautextract, auch 
wurden lauwarme Breiumschläge von Bilsen- und Cicuta-Kraut 
mit Emollientibus übergelegt‘ und der Mund fortdauernd mit mil- 
den Mitteln behandelt. Am 17, wurde, da die Mischung vom 
2 Unzen Liquor beim Herabschlingen zu sehr schmerzte, letzte- 
ver bis auf eine halbe Unze anf 8 Unzen Emulsion vermindert 
und die Magnesia im Getränk seltener gereicht. Bis dal;in hatte 
Pat. 10 Unzen Lig. Kali carb. genommen, von Magnesia aber 
waren mit Wasser nur etwa 3 Unzen verbraucht worden, wo- 
bei viel vom Getränke stehen geblieben und anderes bald nach 
dem Herabschlingen ausgebrochen worden war, wogegen ‘die 
Emulsion mit Liy. Kali carb. fast immer im Magen behalten
	        
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