Full text: (Neueste Folge, Band 7 = 1838, No 1-No 8)

II.‘ Materia medica und Toxikologie. 155 
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Jünnte Anwendung ganz erfolglos blieb. Liess man nämlich 
vorher viele Flüssigkeiten, schleimige Getränke und ölichte Mi- 
schungen nehmen und gab dann schwache, laugeusalzhaltige 
Auflösungen hinten nach, so war allerdings die Wirkung unbe- 
deutend und weder ausreichend zur Neutralisation der concen- 
trirten Säure, noch Kkräfug genug, um die dynamisch -chemi- 
schen Störungen oder gar die organischen Verletzungen zu he- 
ben, wogegen die im Magen niedergefällte Magnesia sich bes- 
ser, wie es schien, mit den Säuren verband und diese zersetzte. 
Mehr von ihr zu erwarten, war und ist man auch picht be- 
rechtigt, worauf schon Orfila aufmerksam machte, indem er 
auf die dann nothwendig folgende Heilart der organischen Stö- 
rungen aller Art hinwies, Bei Anwendung der Laugensalze 
als Gegengift gegen die Säuren wird man also zuerst von der 
Ansicht ablassen, dass sie an Sich selbst als chemisches oder 
mechanisches Gift betrachtet werden müssen, man wird bei 
ihrem Gebrauche sich überzeugen, dass auch grosse Gaben der 
Laugensalze grossen Mengen der genommenen Säuren angemes- 
sen und dieselben sehr schnell zu indifferenziren, im Stande sind 
und dass sie Mund, Schlund und Magenhöhlen nicht leicht oder 
nickt noch mehr verletzen als dies schon der Fall war, oder 
dass ihre heilende Wirkung grösser ist, als eine muthmassliche 
zerstörende, oder dass man die kaustische Wirkung der Lau- 
wensalze durch Beimischungen so mildern kann, dass die erodi- 
rende Wirkung dadurch aufgehoben‘ wird ; endlich wird man 
auch zu der Ansicht kommen, dass die Wirkung der Laugen- 
salze auf den Gesammtorganismus, auf die Vergiftung, die er 
durch die Säure erfahren, viel bedeutender und eingreifender 
seyn muss, als die der Magnesia und dass die Wirkung der 
Laugensalze weit nachhaltiger ist, als die des letztern Mittels, 
mithin geeigneter, vielen Nachwehen der Säurevergiftung von 
vorn herein zu begegnen und sie zu heben, wobei die nöthige 
entzündungswidrige Heilart, die bald erfordert wird, nicht und 
nie zu übersehen ist, eben so wenig wie die übrige Behand- 
{ung der örtlichen Uebel. Auch hinsichtlich letzterer hat es 
dem Verf. geschienen, als wenn eins wie das andere in den 
weiter unten anzuführenden Fällen nicht so bedeutend gewor- 
den wäre, als in andern, wo er die Magnesia anwendete. 
Zuletzt muss E. vor schwachen Gaben der Laugensalze war- 
nen; die alte Erfahrung hat sie bereits als unwirksam bezeich- 
net. — Wirft man noch einen Blick auf die Lehre von den 
Vergiftungen, so‘ findet man, dass Erfahrungen über Vergiftun- 
gen durch Laugensalze gehr selten sind und sogar übermöüssiger 
Gebrauch derselben kaum vorkommt; es wird in den Schrift- 
stellern mehr gesprochen von Wirkung der ätzenden Kalien und 
des ätzenden, flüssigen Ammonium, als von Nachtheilen, den 
Laugensalze hervorgebracht haben sollen, man wird sich also
	        
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