Full text: (Neueste Folge, Band 7 = 1838, No 1-No 8)

I... Pathologie, Therapie und medicimsche Klinik, 133 
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zu entdecken; aber die ganze Ausdünstung des Kranken hatte 
nun eiuen sehr concentrirten Poekengeruch, auch das Zimmer 
war damit angefüllt, Die vorherigen Nervenzufälle waren in den 
Hintergrund getreten, der Tags vorher blasse und wässrige Urin 
war mehr saturirt, und Pat, fühlte sich merklich erleichtert, 
Das bisherige Heilverfahren wurde im Ganzen beibehalten. 
Die nächste Nacht verlief wieder ganz wie die vorige; das Fie- 
ber, welches den Character einer /Nervosa remittens behauptete, 
hatte am Abend eine Exacerbation gemacht und endlich war 
wieder, mit Minderung der Zufälle, Schweiss eingetreten, 
Auch am Morgen bemerkte M. das erwartete Exanthem nicht, 
wohl aber denselben Blatterngeruch. ‘Von jetzt an behielt die 
Kranklıeit noch mehrere Tage ihren einförmigen ruhigen Gang, 
wonach sich auch die Behandlung richtete. Die Fiebersymptome 
und der specifische Blatterngeruch verschwanden dann allmäh- 
jig, und der Kranke war bereits am 9. Tage der Behandlung, 
ohne dass der Pockenausschlag irgend wo zum Vorschein ge- 
kommen wäre, bis anf grosse Schwäche, hergestellt. Dass 
hier eine Blatternkrankheit wirklich vorhanden war, lehrte nicht 
nur der ganze Verlauf der Krankheit, sondern auch der Blat- 
terngetuch, welcher nicht zu verkennen ist; Pockengeruch kann 
es aber, ohne dass eine Pockenkrankheit im Entstehen, im 
Gähren ist, nicht geben. Dass dennoch,das Exanthem nicht zum 
Vorschein kam, lag schon in der Eigenthümlichkeit dieser Epi- 
demie überhaupt, von der jenes sich herschrieb; denn die un- 
ter ihrem Einfluss erkrankende Mehrzahl der Individuen bekam 
an und für sich schon Pocken, deren flüchtig vorübergehendes 
Dasein es nicht zuliess, ihren Cyclus auf der Hautoberfläche zu 
vollenden. . Auch bei diesem Kranken wurde die Pockenbildung 
wohl weniger ganz vereitelt, als verkümmert. —— Man könnte 
daher annehmen, dass auch hier Pocken zugegen wareh; doch 
von so flüchtiger Beschaffenheit, dass sie nur in Dunstform exi- 
stirten, sich nur dem Geruchsorgane bemerkbar machten, eine 
Annahme, die, da sie ihren Anklang in der ganzen Epidemie 
findet, in welcher der Fall vorkam, ihm auch zugleich das Auf- 
fallende nimmt, was er beim ersten Anblicke zu haben scheint, 
| Hufeland’s Journ. d. pract, Heilk, 3837. Nov.] 
74. Petechialfieber mit verheimlichter 
Schwangerschaft; zwei Fälle, von Dr. Krocker, Arzt 
am Krankenhause der Elisabethinerinnen in Breslau, Ein kräf- 
tiges Landmädchen war früher von einem intermittirenden Fie- 
ber länger befallen gewesen. ; Sie verlor es, konnte sich aber 
nicht ganz erholen. Die Menstruation war seitdem ansgeblie- 
ben, Nach einer Erhitzung beim Tanz wurde sie eines Tages 
von einer starken Mattigkeit befallen und bekam heftige Hitze. 
Am zweiten Tage entstanden auf den Schenkeln blaurothe Flecke,
	        
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