Full text: (Neueste Folge, Band 7 = 1838, No 1-No 8)

IV. Gynäkologie und Pädiatrik. 119 
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meliss, 3Zv. Syrup. cort. aurant, 53. M. D. S, Esslöffelweise) 
vierzehn Tage lang in Gebrauch zezogen, Späterhin brauchte 
Pat. keine Arzneien weiter und konnte allmählig zu ihrer ge- 
wohnten Nahrung übergehen. Während der Behandlung trat 
kein übler Zufall ein und die Frau verliess nach vollständiger 
Vernarbung der Wunde das Bett kräftiger und stärker, denn je 
zuvor. Sie bediente sich einer Leibbinde. Die Menses stellten sich 
12 Wochen nach der Operation regelmässig wieder ein, Die Schei- 
de ist sehr kurz und eng und hindert auch selbst die Annäherung 
an das Promontorium, die Gebärmutteröffnung findet sich ganz 
89, wie sie zur Zeit der kräftigsten Wehen war. — Dieser 
Fall, schon deswegen merkwürdig, weil er den gänzlichen 
Mangel der Portio vuginulis nachweist, zeigt auch, wie leicht 
unter günstigen Umständen eine so verwundende Operation er- 
tragen werden könne. H. sah nicht selten andere Wüöchnerin- 
nen nach normaler Geburt mehr leiden, als diese nach dem 
Kaiserschnitt, Vorzüglich auf folgenden Umständen beruhte 
indess der glückliche Ausgang der Operation für die Mutter: 
Kinmal, weil sie zu einer Zeit unternommen wurde, in welcher 
die Kräfte der Mutter noch nicht erschöpft waren; dann aber 
auch, weil der Körper der Mutter vermöge seiner torpiden 
Uonstitution wenig Reactionskraft auf die Verwundung besass 
(wie es selbst die so langsam erfolgende Vernarbung beweist); 
auch ist wohl die Vermeidung der Durchstechung des Bauchfel- 
les bei der Vereinigung der Bauchwunde durch die Naht, so 
wie der der Operation vorangeschickte Aderlass, nicht ohne 
Grund hierbei in Anschlag zu bringen. — Der baldige, Tod 
der Frucht war in diesem Falle eine nothwendige Folge der 
geringen Menge Fruchtwassers, insofern das Gehirn bei den 
kräftigen Wehen durch starken Druck leiden musste. Hätte die 
Operation ein Paar Stunden früher gemacht werden können, 
dann wäre die Frucht wahrscheinlich am Leben erhalten wor- 
den, die Frau wohnte aber eine Meile von der Stadt entfernt, 
| Neue Zeitschr. f. Geburtsk. von Busch, d’ Outrepont u, Rit- 
ven. Bl. FW, ft. 2.} 
65. Phlebitis und Putrescenz der Gebärmutter; 
vom Prof. Dr. Buscyu. A. d. Ber, d. geburtshülfl, Klinik an 
d. Universität zu Berlin vom 3. Oct. 3829 bis 31. Dec, 1835. 
Diese Krankheit der Gebärmutter kam in 4 Fällen vor, welche 
sich mit dem Tode endigten. 1) Eine 27jährige schwächliche 
Erstgebärende von laxer Constitution (Klinik 1831) zeigte schon 
in der letzten Zeit der Schwangerschaft eine grosse Abspannung 
ımd Gleichgültigkeit, ohne besondere Krankheitserscheinung, 
Die Geburt verlief träge, wurde jedoch ohne Kunsthülfe mit 
Erhaltung des Kindes beendigt. Dieser Zustand dauerte in dem 
Wochenbette fort, als am 2. Tage lebhaftes Fieber mit grosser 
nervöser Abspannung eintrat, wobei die Gebärmutter etwas an-
	        
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