Full text: (Neueste Folge, Band 7 = 1838, No 1-No 8)

IV. Gynäkologie und Pädiatrik. 317 
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bloss nach einer Seite hin, um nicht ein Hinderniss an ihr 
bei der Entwickelung des Kindes zu finden. Nach vollständiger 
Lösung derselben führte H. die 4 Finger der linken Hand in 
den obern Wundwinkel zwischen Gebärmutterwandung und 
Mutterkuchen nach der linken Mutterseite bis zu den Eihäuten 
ein, sprengte diese, worauf eine nur geringe Menge Frucht- 
wasser ausfloss, ergriff den Steiss und die Füsse und hob den 
Untertheil des Kindes zugleich mit dem Mutterkuchen heraus, 
während der Assistent durch vorsichtigen Druck mit der Serviette 
den Vortritt eines Darmtheils verhütete, Es gelang nicht, die 
in den unteren Wundwinkel bereits eingeführten 4 Finger der 
rechten Hand um den Kopf zu bringen, ungeachtet die Hebamme 
es‘ versuchen musste, ihn von der Scheide aus etwas empor zu 
heben, so fest war er in das trichterartig geformte kleine Be- 
cken eingekeilt. Demnach blieb nur die Anwendung der Zange 
übrig. Nach Entwickelung des Steisses und der Füsse bekam 
das Kind leichte Zuckungen‘ und gab eine grosse Menge Me- 
zonium von sich. Die Wnnde wurde sogleich gereinigt, die 
entwickelten Kindestheile in ein warmes Tuch eingeschlagen 
und die in heissem Wasser schnell erwärmte und dann mit Fett 
bestrichene Geburtszange von der Wunde aus um den Kindes- 
kopf geführt. Die Entwickelung des Kopfes war nun leicht 
und der Rest der Eihäute folgte auch sogleich, Die Blutung 
der Gebärmutter war mässig und die Contraction, welche, durch 
gelinden Druck noch befördert wurde, stillte sie bald und schloss 
die Wunde gänzlich. Nach sorgfältiger Reinigung der Unter- 
leibshöhle und Bauchwunde von allem Blutcoagulum wurden 
nach den Regeln der Kunst die Wundränder mittelst der Knopf- 
naht, jedoch ohne das Bauchfell zu durchstechen, vereinigt 
und der übrige beim Kaiserschnitt übliche Verband angelegt, 
worauf die Wöchnerin in ein erwärmtes Bett gebracht und die 
Rückenlage während der ganzen Zeit ihrer Behandlung beibe- 
halten wurde, - Bei der Operation, welche ungefähr 16 Stunden 
nach dem Beginn der Wehen, in der Nacht begonnen und bei- 
nahe + Stunden, die Zeit der Verbandanlegung eingerechnet, 
gewährt hatte, hatte sich kein beunruhigender Zufall ereignet, 
die Blutung war nicht bedeutend, die Schwangere zeigte sich 
sehr geduldig, klagte wenig über Schmerzen und bedurfte nur 
zuletzt eines Schlucks Wein zur Erquickung.‘ Bel‘ dem todt- 
vebornen Knaben, welcher alle Zeichen der Reife an sich trug, 
regelmässig gebaut war und 7 Pfund wog und welcher offen- 
bar bei der geringen Menge Fruchtwasser durch deg dauernden 
Druck aufs Gehirn während der Einpressung im kleinen Becken 
sein Leben eingebüsst hatte, blieben die sogleich nach seiner 
Ausziehung angestellten Wiederbelebungsversuche fruchtlos, 
Einige Stunden nach der Operation stellten sich bei der Wöch- 
nerin leichte Schauer ein, worauf eine vermehrte Wärme, ein
	        
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