Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

36 11. Materia medica und Toxikologie. 
gel dar, deren Durchmesser auf beinahe einen Fuss berechnet 
werden konnte; seine Oberfläche war uneben, die glatte Haut, 
die es bekleidete, sehr dünn und aus dem flachen Einschnitte 
quoll sogleich eine derbe, speckartige, faserig durchwachsene 
Masse hervor. Das Gewicht der ganz compacten Geschwulst 
war sehr bedeutend, Das Gefühl hatte während des Lebens in 
Bezug auf die Grösse, Lage und Befestigung des Tumors auf- 
fallend getäuscht; er war viel grösser, schwerer und fester 
sitzend, als man glauben konnte, [Med, Zeit, v. Vereine f. 
Heilk, in Pr. 1837. Nr. 30.] ; 
0, MATERIA MEDICA und TOXIKOLOGIE. 
42. Practische Bemerkungen über die Milch- 
und Molkencuren; vom Med.-Rath Dr. Leviseun in Po- 
sen. Der Verf, bringt seine Bemerkungen in folgende zwei 
Haupt-Abschnitte: 1. Vom Gebrauche der Milch in 
acuten Krankheiten, In keiner acuten Krankheit kann 
von einer eigentlichen Milch- oder Molkencur im strengen 
Sinne die Rede seyn. Sehr viele Beobachtungen haben indes- 
sen bewiesen, dass der reichliche Genuss von Milch und Was- 
ser zu gleichen Theilen und von frischen versüssten Molken in 
denjenigen Fiebern, die mit einer örtlichen phlegmonösen Ent- 
zündung nicht verbunden sind, und wo wahre saburra und 
sordes abdominales fehlen, oder nach deren Beseitigung, 
die Zunge mag auch belegt seyn, durchaus keinen Schaden 
bringt, vielmehr die meisten Kranken, besonders die Jjüngern 
Alters und weiblichen Geschlechts und die an geistige Getränke 
nicht gewöhnt sind, überaus erquickt und labt, ohne s0- 
bald, wie andere erfrischende Getränke, Ueberdruss zu erregen, 
Wo die Milch aber in acuten Krankheiten schadet, da nützt 
sie offenbar, mindestens durch ihre nährende Eigenschaft, was 
nicht gering angeschlagen werden darf, in denjenigen Fiebern, 
wo die Kräfte, sei es durch erschöpfende Ausleerungen und 
übermässige Schweisse, oder durch einen feiner dynamischen 
Einfluss, schnell zu sinken pflegen, und die Kranken in wenig 
Tagen völlig abmagern, wie dies vorzüglich im Abdominal-Ty- 
phus der Fall ist, während Fleischbrühen, Chocolade u. .dergl, 
offenbar nachtheilig sind. Bei allzuheftigem Durste liess der 
Verf., aus Besorgniss, durch die Menge der Milch zu schaden, 
diese mit drei oder vier Theilen Wasser verdünnt, oder Mol- 
ken reichen. In Ruhren benutzte er die Milch und die Mol- 
ken nach der Angabe Sydenham’s mit sichtbarem Vortheile, 
ohne jedoch damit je als Heilmittel auszukommen. — IL 
Vom Gebrauche der Milch in chronischen Krank- 
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