Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

I. Pathologie, Therapie und medicinische Klinik, 69 
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gige Typus der Wechselfieber gar wohl durchspüren. — Von 
Existenz eines eigentlichen Typhusexanthems, als characteri= 
stisches Merkmal des ansteckenden Typhus, hat sich C. durch 
Autopsie nie überzeugen können, ohne damit die Erfahrungen 
anderer in Zweifel ziehen zu wollen. Dagegen ist es wohl 
oflenbar, dass von allen wesentlichen Fiebern die exanthema- 
tischen die meiste Tendenz zur Erzeugung eines Contagium ha- 
ben. Dass sie sich irgendeinmal und irgendwo von selbst er= 
zeugen müssen, lässt sich wohl nicht bezweifeln, wenn man 
nicht die höchst unwahrscheinliche jahrelange Latenz des Con- 
tagium annehmen will, Dass aber die sporadischen Exantheme 
oft nicht ansteckend sind, lehrt sehr häufige Erfahrung und die 
exanthematischen Fieber sind wohl ursprünglich nichts anderes, 
als wesentliche Fieber, die sich durch plastische Thätigkeit des 
Hautorgans entscheiden und in denen unter dazu günstigen Um- 
ständen , aber allerdings häufiger, als bei andern wesentlichen 
Fiebern, sich ein Contagium entwickelt, das in geringerer oder 
weiterer Verbreitung und Intensität, so wie in mannigfaltigen 
Verbindungen mit andern Formen und deren Anomalieen auf- 
treten_kann. Zur Erklärung und Rechtfertigung des oben er- 
wähnten Begriffs von Typhus gliebt- übrigens der Verf, noch 
Folgendes an: Präexistenz der auszuscheidenden Stoffe im Blute 
lässt sich bei dem jetzigen Zustande der pathologischen Chemie 
weder absolut behaupten, noch leugnen, Gewiss aber ist, dass 
z. B. Galle oder Harnsäure nicht schon vor Ausbruch des Fie- 
bers in Leber, Darmkanal oder Nieren gleichsam aufgespeichert 
da liegt, sondern erst durch den Entwickelungsprocess des Fie- 
bers selbst erzeugt wird. Da aber die Quelle der Abscheidun= 
gen das Blut ist, so muss man auch annehmen, dass wenig- 
stens die Grundbestandtheile der abgeschiedenen Stoffe vorher 
im Blute vorhanden seyn müssen, Dafür spricht unter andern, 
dass beim gewöhnlichen Gallenfieber das Serum und beim ent- 
zündlichen die Speckhaut des abgelassenen Rlntes stärker ge- 
sättigte gelbe oder gelbgrüne Farbe hat, als unter andern Um- 
ständen, woraus sich folgern lässt, dass im hier angezomme- 
nen Falle wenigstens das Pigment der Galle im Blute präexi- 
stire, Ist dem aber so, so muss man auch annehmen, dass 
das Blut bei gestörter Crise melhır oder weniger schnell mit den 
auszuscheidenden Stoffen überladen werden müsse und dass auf 
solche Weise die chemisch-vitalen Eigenschaften desselben in 
dem Grade verändert werden können, dass es Gefäss= und 
Nervensystem zu einer neuen Reihe 'krankhafter Erscheinungen 
aufregt. Beobachtet man daher, dass z, B. beim Gallenfieber, 
wenn es im Begriffe ist in ein typhöses überzugehen , die Zunge 
nicht wie gewöhnlich zuerst an der Wurzel und dann allmäh« 
lig nach der Spitze zu sich belegt, sondern in umgekehrter 
Richtung yon der Spitze nach hinten zu rein, hochroth und
	        
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