Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

I, Pathologie, Therapie und medicinische Klinik. 67 
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Ruf, den es besonders im Reactionsstadium der Cholera vers 
dient. Nur wo das Nervensystem ganz darniederliegt ‚bei voll- 
kommener Cholera asphyctica sind ätherische, Hüchtige Mittel 
mit Opium verbunden nicht zu entbehren, doch Muss man vor 
Ueberreizung die Kranken hüten. Das typhöse Stadium erfor- 
dert dann eine besondere Berücksichtigung. Kalte Umschläge 
und Blutegel, Säuren und Unterhaltung der kritischen Auslee- 
rungen erfüllen hier alle Anzeigen, Wenn die Methodus EX 
pectaliva ihre schätzenswerthen Seiten hat, ‚so leistet sie bei 
der Cholera doch nach meinen Erfahrungen fast gar nichts, 
Die Homöopathie war bei Behandlung der. Cholera hier In 
Magdeburg sehr ohnmächtig. Weder Veratrum, noch Kupfer, 
noch Arsenik, noch Campher leisteten irgend etwas. Seitdem ich 
beobachtete, dass unter der Form der Homöopathie heroische Mita 
tel gegeben werden, halte ich diese Behandlung für reine Char- 
Jatanerie. Ich sah Kranke mit Pulvern kuriren, die nach den- 
selben vollkommene Salivation bekamen, die Calomelausleerun« 
gen bestätigten nur zu gut meinen Verdacht, dass ihnen in al- 
lopathischen Gaben Quecksilber beigehracht war. Bei der Cho« 
lera. greifen die. Hamönpathen jetzt zur Oertel’schen Wassera 
cur, sie begiessen die Kranken und geben innerlich Eis in gros- 
sen Dosen und wenn Nichts mehr hilft verbinden sie damit 
Gebetsprüche, Paracelsus von Hohenheim würde sich 
freuen, in unserer Zeit solche wackere Collegen auftreten zu 
sehen, Ueber die Contagiosität der Cholera sind die Ansichten 
noch sehr verschieden, ich glaube, das die Ansteckung nicht 
grösser ist, als bei den Masern, von Chlorräucherungen und 
sonstigen Desinfectionen sah ich bis jetzt keinen Nutzen. Die 
diesmalige Epidemie ist gelinder, ungeachtet, dass die polizei« 
lichen Munssregeln nicht mehr so streng beobachtet werden als 
1831. 
37. Allgemeine Bemerkungen über Einthei- 
lung der Fieber, Entzündungsfieber und Typhus; 
vom Hof- und Medieinalrathe Prof., Dr; CLarvs Mn Leipzig. 
(S. Summar. N, F, Bd. VL. Hft. 1. Nr. 2.) Der Typhus ist 
eine Anomalie wesentlicher , am. häufigsten gastrischer Fieber, 
bei der, als Folge gestörter Crisen, in successiver Ordnung: 
Veberladung des Bluts mit auszuscheidenden Stoffen » Verstär« 
kung des Fiebers mit erhöhtem Venenturgor, ungleichmässige 
Vertheilung und Strömung der Nerventhätigkeit, Disharmonie 
der Absonderungen und Reflex der gestörten Crise auf andere Or- 
gane entsteht und die entweder mit Rückkehr zur gestörten Crise 
selbst, oder mit Ausgleichung derselben durch andere Abschei- 
dungen, zur Genesung führt, oder. auf einer der gedachten, 
verschiedenen Entwickelungsstufen bald durch Zerstörung der 
Vitalität des Bluts, bald durch Hemmung der Nerventhätigkeit, 
bald durch Desorganisation der Centraltheile des Nervensystems, 
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