Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

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Neueste Bibliographie, 
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phus, Synochus; Richter unter Reproductionsfieber 
und Andere unter adynamischen, venösen, Faulfiebern: 
man hat sich also über die wahre Natur dieses Leidens, wie 
schon die Namen ergeben, noch nicht verständigt. Der Verf. be- 
zeichnet dasselbe mit Wallungsfieber, Blutfieber, Febris 
hacmatodes. Als wesentliche Symptome desselben nimmt er 
nachstehende vier an: 1) einen häufizen, grossen, weichen 
Puls; 2) allgemeine Hitze; 3) allgemeine und meist reichliche 
materielle Abscheidungen und 4) kein Organ und kein Gewebe 
leidet sichtbar in der Structur und er glaubt, dass diese Symptome 
deutlich darauf hindeuten, dass die Natur, das Wesen, die näch- 
ste Veranlassung dieses Fiehers auf directer Reizung des Blutes 
beruhe,. —- Die Schrift selbst zerfällt in 2 Haupttheile. In dem 
ersten findet sich eine allgemeine Betrachtung des Wallungsfie- 
bers, in dem zweiten aber werden in neun Abschnitten einige 
Krankheiten, besonders des Unterleibs, in ihrer Verbindung mit 
dem Wallungsficber erörtert. Die Kupfertafel stellt in 4 Zeich- 
nungen den eigenthümlichen dunklen Zungenbeleg dar, der beim 
Milzfieber ziemlich constant vorkommt, — Ref, hat diese Schrift 
nicht ohne grosses Interesse gelesen und er trägt kein Bedenken, 
die Leser des Summarium zur Beachtung derselben aufzufordern, 
Der Verf, hat nämlich den abzuhandelnden Gegenstand, wie sich 
aus Allem ergiebt, sorgsam und reiflich durchdacht und scheint 
ein guter Beobachter am Krankenbette zu seyn. Dass manches 
Hypothetische mit einlanfen musste, liegt in der Sache selbst, 
doch hat auch das Meiste von diesem viel für sich und die ganze 
Arbeit dürfte wohl der billigen Beurtheilung , die der Verf. sich 
gewünscht hat, sehr werth seyn. Auch die äussere Ausstat- 
tung ist recht gut, 
Neue Untersuchungen über den acuten 
Rheumatismus der Gelenke im Allge- 
meinen und über das Gesetz der Coin- 
cidenz der Pericarditis und Endocar- 
ditis mit demselben im Besondern, so 
wie auch über die Wirksamkeitder rasch 
auf einander folgenden Blutentziehun- 
gen bei dessen Behandlung vom Prof. Dr. 
Bouillaud. Aus lem Französischen vom Dr. Ker- 
sten. Magdehr-. Verlag von Eduard Bühler. 
1837. 8. 927. MM Gr. | 
Schon in dem Werke über die Krankheiten des Herzens 
stellte Bouillaud die Behauptung auf, dass die Pericarditis und 
die Endocarditis etwa bei der Hällte der Kranken vorkommen,
	        
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