Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

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IV. Gynäkologie und. Pädiatrik. 
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schlag war deutlich zu sehen und dauerte‘ wohl noch 10 Minu- 
ten nach dem Aufhören der übrigen Bewegungen. Sobald E. 
das kühl gewordene Wasser mit wärmerem vertauschte, erneu- 
erten sich sogleich die Zuckungen und er hatte das höchst pein- 
liche Gefühl, ein gesundes, lebendiges Kind vor sich zu haben, 
dessen Tod er jede Minute herbeiwünschen musste, da er gar 
nichts zum Abwenden desselben thun konnte, Die Bildung des 
Fötus, die Grösse der Placenta, so wie die Rechnung der schon 
zum 4. Male schwangeren Frau; Alles sprach für eine 4monat- 
tiche Sehwangerschaft. Ein ‚ausserhalb der Mutter so lange 
selbstständig fortgesetztes Leben ist in einem 50 frühen Zeit- 
puncte gewiss sehr selten und möchte in diesem Falle vielleicht 
darin seine Erklärung finden, dass; erstens der Abortus nicht 
aus inneren Ursachen entstanden ist, sondern durch eine Er- 
kältung erfolgte, mithin das Kind gesund und kräftig war und 
dann zweitens, dass wenige Minuten nach dem Blasensprung 
der Fötus geboren wurde und im warmen Wasser ein Surrogat 
[ür das Fruchtwasser fand.‘ Nichtsdestoweniger sind so kräftige 
Bewegungen ‚des Kindes im Mutterleibe im vierten Monat der 
Schwangerschaft, wie in diesem Falle, gewiss ebenfalis nicht 
häufig... Wäre früher ärztliche Hülfe gesucht worden, so hätte 
früher dem Abortus vorgebengt werden können. Der Fötus war 
64 Zoll lanz und wog 16 Loth. Der Kopt war zehöriz gebildet, 
nicht zu übermässig gross gegen den übrigen Körper und die 
Kopfknochen in der Ossihcation ziemlich weit vorgeschritten. 
Die Augen waren geschlossen. Bet oberflüchlicher Besichtigung 
der äusseren Geschlechtstheile konnte man ihn für ein Mädchen 
halten, da sich dentlich Labien zeigten, aus deren Mitte eine 
grosse Clitoris hervörragte. Die Section zeigte jedoch die Ho- 
den in der Bauchhöhle, Die Farbe des Fötus war röthlich und 
und er war übrigens ganz normal gebildet, J. Müller war 
ebenfalis der Meinung, dass das Kind‘ erst 4 Monat alt seyn 
könne, wofür besonders die unentwickelten Geschlechtstheile 
sprachen. Die Placenta war von der Grösse eines Handtellers 
und die Länge der Nabelschnur betrug ungefähr 8 Zoll. 
[Neue Zeitschr. f. Geburtsk, vi Busch, d’Outrepont u. Ritgen. 
Bd. V. Hft. 2.) 
232. Incisiom des Muttermundes zur Entwicke- 
lung der Frucht. ’a) Bei Verkmnorpelung des Mu 
termundes; von Dr. Buraacı in Finsterwalde, Eine ersi 
gebärende‘ Frau von 28 Jahren, robust,‘ zeither gesund, be- 
merkte, nach regelmässig verlanfener Schwangerschaft, am 24%, 
Juni v. J. die ersten Wehen, An demselben Tage erfolyte 
der Blasensprung und die Hebamme fand bei sich verstärkenden 
Wehen den Muttermund noch nicht erreichbar: Da sich an den 
beiden folgenden Tagen die Wehen 15 vermehrten und die 
Geburt nicht vorschritt, :so wurde © Abends ein Wund-
	        
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