Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

NT. Chirurgie und Ophthalmologie, 497 
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Nachgiebigkeit schwer ohne Conductor einführen. In Ermange- 
Jung der Pflasterbougies kann man wohl auch Wachskerzen ge- 
brauchen, Die metallenen Bougies. Diesen schreibt 
man neben der allen Bougies zukommenden Wirkung, durch 
Vermehrung der Aufsaugung die Heilung der Strictur zu be- 
[ördern, die sie als Metalle noch mehr ‘besitzen sollen, noch die 
zu, durch grössere Härte und Schwere noch Compression auf 
die Strietur auszuüben und dadurch die Zertheilung der Callo- 
sitäten zu beschleunigen. Da diese Compression aber nur nach 
einer Seite der Strictur hin geschehen kann, so müsste diese 
ungleich erweitert werden. Man gebraucht dazu massive Bou- 
gies von Blei und Silber und die Engländer ausserdem noch 
hohle aus einer Composition von Blei, Zinn und Wismuth, des 
nen man sehr leicht jede Krümmung geben kann. Alle 3 Arten 
hat H. oft gebraucht, aber nie gesehen, dass dadurch die Hei- 
lung schneller als durch Pflaster- oder elastische Bougies be- 
endigt worden wäre. ‘Die von Blei sind, so lange man nur 
dünne, unter No. 4 einlegen kann, zu biegsam und daher 
schwer einzubringen, auch kann ihre geringe Schwere noch 
nicht in Betracht kommen: Die von mittlerer Stärke können 
auch nicht viel durch ihr Gewicht wirken und sind daher den 
durch Bleidrähte verstärkten hohlen elastischen Bougies nicht 
vorzuziehen, die ganz starken aber werden durch ihr Gewicht 
sehr lästig und rufen nicht selten Schmerzen hervor. Die sil- 
bernen und die von Metallcomposition sind nicht schwerer, als 
die durch Bleidrähte verstärkten ‚elastischen, Wie lange bei 
jedesmaligem Kinbringen eine Bougie legen bleiben soll, dar- 
über sind die Meinungen verschieden. Einige rathen, sie meh- 
rere Stunden; überhaupt so Inge, als Pat. es aushalten kann, 
Andere sorar sie beständig Vegen zu lassen und sie Dur, um 
zu uriniren, auszuziehen, Ocftere Versuche haben den Verf, 
belehrt, dass fanges Liegenbleiben der Bongie die Car durch- 
aus‘ nicht abkürzt, während es dem Pat, höchst lästig wird, 
ihn an seinen Geschäftep hindert und die Cur ihm deshalb ver- 
leidet. 3, Jässt sie daher jetzt nur noch‘ 4 — 1 Stunde liegen 
und legt sie tärlich nur 2 Mal, bei reizbaren Subjecten nur ein 
Mal, oder nur über den andern Tag und bei callosen Strictu= 
ren wo möglich anfanas, so lange man noch ätzt, je zwischen 
2 Aetzungen ein. — Mittel zur Erhaltung einer wei= 
ten Narbe. Die bauchigten Pflasterbougies und die geraden 
elastischen sind bei Stricturen hinter der Krümmung der Harn- 
röhre schwer einzubringen, weil sie sich ihrer Stärke wegen 
picht leicht biegen. und eine ihnen vorher gegebene Krümmung 
beim Einführen gern sich wieder verliert; Diesem Uebelstande 
hilfe man bei den bauchigten Pflasterbou®ies dadurch ab, dass 
man das zur Bereitung nöthige in Wachs getränkte Stück Leinwand 
auf Bleidraht aufrollt. — Alle bauchigten Bougies hringen der 
Summarium d. Medicim 1837. Lil. 32
	        
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