Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

192 Il, Chirurgie und Ophthalmologie, 
mische. Verfahren fortzusetzen, In Bezug auf die Füsse be- 
stand dies darin, dass S. das gangränös Gewordene im Tücher 
einhüllen liess, welche mit einer Auflösung von Chlorkalk ge- 
tränkt waren, Dadurch wurde der heftigste Gestank fast gänz- 
lich aufgehoben und die abgestorbenen Theile trockneten mu- 
mienartig ein, ‚Auf diejenigen vom Frost ergriffenen Theile, 
welche noch von dem Processe der Gangränescenz verschont 
blieben, liess S. Ueberschläge von Corf. quercus und Chinade- 
coct machen. Die Gangrän schritt vor bis an die Fussgelenke, 
wo sie sich begrenzte und, nach einem Stillstande von wenig- 
stens 14 Tagen, konnte man eines Morgens die beiden Füsse 
wegnehmen, welche nur durch eine kleine Partie Achillessehne 
noch mit dem Unterschenkel zusammenhingen, die sofort Yurch- 
schnitten wurde, Die Gelenkköpfe der Tibia lagen ganz ent- 
blösst da, das Ferserbein einerseits blieb mit dem Fusse noch 
in, Verbindung und erhielt sich. Es trat eine sehr copiöse 
Eiterung ein, wobei die Kräfte des Kranken sehr sanken, Er 
erhielt innerlich China und äusserlich wurden auf beide Füsse 
Ueberschläge von Decoct. quercus mit aromatischen Zusätzen 
gemacht und die wunden Stellen mit Plumaceaax, mit Ung. 
digesliv. bestrichen, belegt. Die Granulation trat bald sehr 
üppig hervor und überzog an beiden Füssen die Gelenkköpfe 
der Tibia. Nach 3 Monaten war Pat. so weit geheilt, dass 
nur noch eine kleine Stelle zur Vernarbung übrig war, die 
sich auch noch vollkommen geschlossen hat. Die beiden Stumpfe 
sehen so gut und regelmässig aus, dass sie mit dem Messer 
nicht besser hätten formirt werden können... [Heidelberger 
medice. Annalen, Bd. IT. Hft, 4.] 
. 226, Abscessus renis; von Dr. Auıt in Brünn, Kin 
2jähriges Mädchen war vor 7 — 8 Monaten wegen Unterleibs- 
krämpfen mit krampfstillenden Mitteln behandelt worden, Nach 
einigen Monaten nahm sie einen andern Arzt, der, weil die 
Kranke am meisten über einen beim Uriniren ausserordentlich 
gesteigerten Schmerz in der Blasengegend klagte, einen Bla- 
genstein vermathete und A. bat, die Untersuchung vorzunehmen. 
A. fand keine Spur von Blasenstein, dagegen entdeckte er bei 
der äusseren Untersuchung des Unterleibes in der rechten Unter- 
bauchgegend an der innern Seite des Darmbeines in der Tiefe 
eine scheinbar faustgrosse, sehr schmerzhafte Geschwulst, die 
er der Lage nach für ein entartetes Ovarium hielt. Die Pat. 
hatte deutlich hectisches Fieber, war schon bedeutend abge- 
magert, an ihrem Aufkommen verzweifelnd, ohne Appetit, olıne 
Schlaf wegen ‚beständiger Schmerzen in der Blasengegend und 
häufigen Dranges zum Harnlassen, Der Urin war lichtgelb, 
klar, bis auf eine dünne Schleimwolke, Nach 14 Tagen er- 
schien plötzlich Eiter im Uringlase und zwar ia solcher Menge, 
dass er in jedem Uringlase beinahe zollhoch den Boden bedeck- 
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