Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

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1, Chirurgie und Ophthalmologie, 455 
Finger zeigte die Substanz des Gehirns durchaus keine Empfind- 
lichkeit, In der letzten Lebenszeit wurde der Puls frequent, 
die Gesichtsfarbe erdfahl, eine bedeutende Abnahme der Kräfte 
und ein vollkommener Verlust des Geruchsiuns trat ein. Der 
Tod erfolgte im Febr. 1837 nach kurzem Sopor, Bei der 
Section zeigte sich an der beschriebenen Stelle eine Vertiefung, 
welche vom Niveau des Knochenrandes an etwa die Länge eines 
Fingers betrug. Die Hirnhäute waren bis zu dem Knochen- 
rande zerstört, eben so die Hälfte der rechten Halbkugel des 
grossen Gehirns bis in die Gegend des Ventrikels,: und vor 
dem lJetztern fand man eine KEiterhöhle, von welcher man mit 
dem Finger leicht ip die Ventrikel eindringen konnte; unter 
ıler Dura mater der hintern Hälfte der rechten Halbkugel an 
der Grundfläche des Gehirns lag eine dünne Schicht von Eiter, 
Von der Jinken Halbkugel war nur ein kleiner Theil ihrer vor- 
Jern Hälfte zerstört und vor dem linken Ventrikel fand sich 
eine Höhle von +} Zall im Durchmesser, welche keinen Eiter 
enthielt; übrigens war das grosse und kleine Gehirn ganz nor- 
mal beschaffen, Die innere Oberfläche der Pars orbitalis ossit 
{rontis wurde etwas rauh gefunden und die Dura muter liess 
sich an dieser Stelle sehr leicht abtrennen, . Die Nervt ol/acie- 
rc waren ganz zerstört. An dem Cranium betrug der Durch- 
messer. der durch die beschriebene Zerstörung erzeugten Lücke 
von der Nase bis zur Pfeilnaht 4% Zoll, von einer Seite zur 
andern 4 Zoll 2 Linien und betraf den grössten Theil des 
Stirnbeins, die vordere Hälfte des rechten und den ubern vor- 
deren Winkel des linken Seitenwandbeins, Nach vorn und 
unten war die Hälfte der rechten Pars orbitalis des Stirnbeins 
init dem oben Augenhühlenrande von der Mitte der Nasenwur- 
zel bis zu. dem Ueberrest des Proc. zygom. verschwunden. . Die 
linke Pars orbitalis war geöffnet und der Knochen angefressen. 
Med. Corresp.- Blı d. würt. ärztl. Fereins, Bd, VI Nr. 89.] 
221. Telangiectasie durch Unterbindung ge- 
heilt; vom Medicinal-Assessor Dr. Jacırusky zu Posen, Ein 
j-tzt 19jühriges Bauermädchen wurde mit einer erbsengrossen 
Telangiectasie gerade auf der Nasenwurzel geboren, welche 
mit zunehmendem Alter die Grösse einer Pflaume erreichte und 
bei kaltem Wetter, wo die Geschwulst ganz blau wurde, wie 
eine ungarische Pflaume aussah. Da das übrigens hübsche Müd- 
chen von den Gauerburschen sehr geneckt wurde, so kat es un 
die Entfernung dieser Verunstaltung, — Am 26. Oct, Yı Jr 
wurde die Operation in der Anstalt der grauen Schwestern iu 
folgender Weise ausgeführt: geitlich der Nasenwurzel, eine Li- 
nie entfernt von dem erhobenen Umfange der Telangiecläsie, 
wurde ein Einstich mit einer eingeführten Nadel gemacht, leiz- 
tere, die Geschwulst unterwärts umgehend, zur andern Seite 
der Nasenwurzel unter der Haut hingeführt, die Haut durchsio-
	        
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