Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

178 II. Materia medica und Toxikologie, 
Cur sich jeder, auch der unfreundlichsten, kalten und nassen 
Witterung aussetzte und grosse Strapazen hatte. Im Ganzen 
verbrauchte er 3 Unzen Kali hydrojodicum. Seit vielen Jah- 
ren hatte er selten eine gute Stunde; jetzt fühlte er sich schon 
'geit mehreren Monaten ganz gesund und wird es hoffentlich 
auch bleiben. — Beobachtung des Wundarztes Kra- 
tzenstein, 2) Eine Frau, die seit 6 Jahren an allgemeiner 
Lues gelitten, war in dieser Zeit wechselnd von verschiedenen 
Aerzten antisyphilitisch behandelt worden. Die Dzondi’sche, 
Zittmann’sche und andere Methoden waren sowohl privatlın, 
als auch im Lazarethe wiederholt in Gebrauch gezogen worden 
und es war danach auch manchmal temporäre Hülfe eingetreten, 
Bald folgten aber, ohne primäre Affection, wieder wechselnd 
Halsgeschwüre mit Caries der Gaumenknochen, Hautausschläge, 
Knochenanschwellungen etc. Anfang d. J. 1836 entstand erneut 
Knochenanschwellung des linken Handgelenks, die bei Wieder- 
holung innerer und äusserer Quecksilbermittel ungehindert zu» 
nahm. Die Weichgebilde des Handgelenks fingen an zu ulce- 
riren, so dass der ganze Umfang desselben sich grossentheils 
in ein bis auf die Knochen dringendes Ulcus verwandelte. Im 
Octob. liess K. das Kali hydrojod. 3}. Jod. gr. j. Aqnu. dest, 
3v. Syr. pap. 3j. nach Hufeland’s Enchiridion medicum 
täglich 3 Mal zu } Esslöffel gebrauchen und äusserlich Sol. lapı 
infern. auflegen. In noch vicht 14 Tagen bemerkte man schon 
bedeutende Besserung, die Geschwüre wurden rein und fingen 
an zu heilen, die bedeutenden Schmerzen Hessen nach, die Kno- 
ohenanschwellung verkleinerte sich und in 8 Wochen war die 
Heilung bis auf die geringe Kunochengeschwulst und unvollkom- 
mene Anchylose ganz gelungen, — Beobachtung des Dr. 
Kaminski. 8) Einen Mann in den 40° Jahren hatte K, 
seit mehreren Jahren an sehr lästigem Herpes, vorzugsweise der 
Arme und Hände, behandelt. Derselbe musste sich durch sel- 
nen Beruf vielen schädlichen Witterungseinflüssen aussetzen, 
auch ass er gern Geräuchertes und Gesaizenes, Die Cur gelang 
erst vorigen Sommer, da das Uebel im Körper zu feste Wur- 
zeln gefasst zu haben schien, besonders nach den, ausser an- 
dern passenden Mitteln von K. verordneten Schwefelbädern und 
demnächst den Strandsalzbädern, In diesem Vierteljahre hekam 
dieser Mann ohne weitere Veranlassung ein‘ Geschwür auf der 
Unterlippe am Frenulum linguae und am untern Rande der 
Zunge ın der Gegend des Zungenbändchens. hLaxantia mit 
äusserem Gebrauche von Rosenhonig und Borax und auch die 
sonst so wirksame Zusammensetzung aus einer Lösung des 
Merc. subl. corr. im Aqu. Calc. mit Extr. Cienut, und Chamom, 
leisteten Nichts: die Geschwüre wurden grösser, bekamen sehr 
verdächtiges Ansehen und zeigten aufgetriebene, callöse Ränder, 
Pat. war früher nicht ohne primäre syphilitische Affectionen 
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