Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

5ar 
W1+« 
ha- 
che 
sıch 
;eN,. 
ung 
zen 
den 
hei 
An- 
‘bus 
vali 
uch 
te 
vilj. 
Pat. 
acht 
Er- 
‚ch= 
an. 
an 
m 
im 
‚er- 
"ge 
Inu 
ner 
5e= 
wıe 
ler- 
jum 
huss 
‚ch-= 
‚tel 
lers 
»nt- 
der 
Mai 
e- 
rde 
alle 
ade 
‘ch 
rer 
Vie 
ve 
Il. Materia medica und Toxikologie, 475 
Spur am linken -Orbitalrande und alle Functionen gingen in seit 
Jahren nicht gekannter Integrität vor sich. — 3) Ein Herr, der 
früher 2 Mal an Tripper gelitten, bemerkte am 10, Oct, 1835 
einen schr kleinen Schanker am Präputio nach einem schon vor 
\3 Wochen begangenen Beischlafe. Der Verf. versuchte den- 
selben nach der nicht mercuriellen Methode. durch Magnesia 
sulphurica und durch äussere Auwendung der Aqu. nigr. zu 
heilen, da Pat, alle dazu nöthigen Bedingungen, die des Ver- 
weilens im warmen Zimmer und meist im Beite, der Reinlich- 
keit und der Diätbeschränkung erfüllen konnte, doch bald musste 
er, wegen deutlicher Verschlimmerung des Uebels,: zum Calomel 
greifen, das auch bald‘ günstig wirkte. Nachdem ein Scrupel 
bis zur leichten Alffection des Zahufleisches ; verbraucht war, 
konnte Pat, am 4. Nov., anscheinend hergestellt, entlassen 
werden. Am 16. Dec, klagte er über Röthe und Schmerz im 
Halse und nach einigen Tagen war die rechte Mandel mit un- 
verkennbaren syphilitischen Geschwüren besetzt. Jetzt wurde 
/die Dzoundische Cur unter Beachtung aller. vorgeschriebenen 
Cautelen eingeleitet, am 22, Dec, mit 4 Pillen. angefangen und 
am 21. Jan. mit 34 geschlossen. Aber schon am 15. Febr., 
einen Monat. nach Heilung der Geschwüre der rechten Mandel; 
waren neue auf der linken entstanden. v. H. musste also zu 
leinem neuen Präparate greifen und wählte den rothen Präcipi- 
‚tat, Früh und Abends zu } Gr. in Pulver mit Stibium sulphu- 
ralum nigr., allmählig steigend, Obgleich die Geschwüre 
schon Ende Febr. geheilt waren, wurde der rothe Präcipitat in 
stets steigender Gabe fortgesetzt, bis der Körper ihn nicht mehr 
vertrug, was sich erst bei % Gr. p. d. durch Leibschmerz und 
Vebelkeit zeigte, so dass der Verf. die letzten Tage nur ein 
Pulver nehmen liess. Bis zum 18. März waren 28 Gr. ver- 
braucht. Der Verf. konnte später oft den Hals des Kranken 
betrachten, der .nichts Verdächtiges zeigte und behandelte ihn 
an. mehrfachen andern Uebeln, namentlich am Wechselfieber, 
]Ganz unerwartet empfand er aber am 3. Aug. d. J., über 16 
‚Monate nach anscheinender Heilung, leichten Schmerz im Halse 
and entdeckte ein Bläschen der rechten Tonsille, das sich in 
wenigen Tagen in ein deutlich venerisches Geschwür verwan» 
delte. Neue Ansteckung hatte bestimmt nicht statt gefunden, 
Der Verf, liess den verzweifelnden Kranken nun vom 5, Aug, 
die Solution des Kalt hydrojodicum zu 3ij. auf Zviij., 4 Mal 
täglich zu 1 Esslöffel voll, nehmen, ohne alle Topica, Am 9. 
Aug, nahm man die erste Besserung wahr, am. 13. hatte sich 
das venerische Ansehen ganz verloren und am ‚18.: war das 
Geschwür geheilt. Die Cur wurde bis zum 20. Sept. .fortge= 
setzt, nachdem 12 Flaschen oder 3ij. Kali hydrojodicum vern 
braucht waren. — Beobachtungen des Stadt -Physi-+ 
kus Dr. Mierendorff, 4) Einem Kranken, der schon ver»
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.