Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

38 ‚Il. Chirurgie und Ophthalmologie,. 
sich Pat...recht gut erholt. :. Den Hintergrund. für das Zusam- 
mentreffen dieser verschiedenen Affectionen bildeten die 1ympha- 
tische Constitution , das sanguinische Temperament, die Cache- 
xie des Haut- und die Reizbarkeit des Gallensystems. — In 
einer Note giebt Dr. Eck an, dass der neuerlich mehrfach be- 
sprochene Eintritt exanthematischer Affectionen nach Gebrauch 
des Bals. Copaiv. nicht so ganz selten zu seyn scheine. So sei 
er erst vor Kurzem zu einem jungen Manne gerufen worden, der, 
wie seine Umgebung befürchtete, plötzlich an Masern, Röthelo 
oder dergleichen erkrankt seyn sollte. Als er den Kranken ge- 
sehen, habe er eine, namentlich über beide Oberextremitäten 
stark ausgebreitete, angeblich nach einem Tags zuvor genom- 
men Bade entstandene Urticaria mit leichtem Zungenbeleg und 
etwas bewegtem Pulse gefunden. Bei näherer Untersuchung 
aber habe sich ergeben, dass wegen eines, im geringen Grade 
noch fortbestehenden Nachtrippers von dem sonst gesunden und 
kräftigen Kranken, sanguivischen Temperaments, im Ganzen 
einige Drachmen Copaiv-Balsam in Tropfenform und zwar mit 
ziemlichem Widerwillen genommen worden waren. Das Mittel 
war, als E. kam, schon ausgesetzt worden. Nach mehrtägiger 
Anwendung gelinder Laxirmittel verlor sich der Nesselausschlag 
spurlos, ohne dass sich der Ausfluss aus der Harnröhre beson- 
ders darnach verändert hätte, [Med, Zeit, v. Vereine f. Heilk. 
in Pr. 1837. Nr, 28.] 
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IN. CHIRURGIE und ÖPrPHTHALMOLOGIE. 
18. Ueber Hörinstrumente im Allgemeinen, 
nebst Beschreibung von Robinson’s s. g. Otaphone 
und einer eigenen Hörmaschine; von Dr. ScnmaıLz in 
Dresden, Hörröhre und Hörinstrumente sind dazu bestimmt, für 
Schwerhörige die Auffassung und Wahrnehmung des Schalles 
Fr erleichtern und haben somit ähnlichen Zweck, als Brillen 
für Kurz- und Fernsichtige und für an schwachem Gesichte Lei- 
dende, Nie werden jedoch Hörinstrumente für ein geschwächtes 
Gehör so dützlich seyn können, als Brillen für das Auge, weil bei 
erstern bloss Verstärkung der Schallwellen möglich ist, während 
die letztern nur selten bestimmt sind, die Lichtstrahlen zu verstär- 
ken, sondern nur dieselben so zu brechen , wie es die Theile des 
Auges, wenn sie ganz gesund wären, thun würden, damit die 
von den einzelnen Gegenständen ausgehenden Lichtstrahlen ge- 
hörig vereinigt die Retina berühren. Die Hörröhre sind somit 
nur denjenigen Brillen zu vergleichen, die, wiewohl nur sel- 
ten, bei abgestumpfter Empfindlichkeit der Retina, oder bei Un- 
reinheit und Trübung der brechenden Medien des Augapfels an-
	        
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