Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

130 II, - Chirurgie und Ophthalmologie, 
Izenden Vorrichtung, von der weiter unten die Rede sein wird. 
Das Zinc, oxrymuriat, hat H. noch nie anwenden können, wird 
es aber im nächsten Falle thun. Die Iymphatische Strietur Jässt 
sich immer olne Aetzmittel heben, ja sie wird durch dieselben 
sogar verschlimmert. MH. hat wenigstens, ehe er die Natur 
dieser Strietur aus Bartel’s Abhandlung kennen lernte, oft 
wahrgenommen, dass Stricturen, die sich bald nach heftigem 
Tripper so ausgebildet hatten, dass die Kranken Hülfe suchen 
mussten, durch Aetzen verschlimmert, durch Kerzen allein aber 
bald beseitigt wurden. Die von Bartel’s zur Unterstützung 
der Wirkung der Bougies empfohlene mit Terpenthin versetzte 
Quecksilber - und Jodsalbe haben, besonders letztere, den Nach- 
theil, dass sie sehr bald einen sich oft weit verbreitenden, sehr 
lästigen Ausschlag hervorrufen , weshalb die einfache Mercurial- 
salbe besser ist, die H. aber nach Sömmerring auch bei 
den callosen Stricturen mit Vortheil gebrauchte, Die varicose 
Strietur ist leicht ausdehnbar und fordert, wenn sie, wie meist; 
vor einer callosen Strictur liegt, nur Anfangs besondere Be- 
handlung. War nämlich die callose Strietur sehr enge und 
konnte man also nur dünne Kerzen in dieselbe einlegen, so hat 
H. mit Vortheil in der Zwischenzeit eine der Ausdehnbarkeit 
der varicösen Entartung entsprechendere dickere Kerze in 
den vordern Theil der Harnröhre bis an die callose Strietur 
eingelegt, später aber, wenn letztere schon so weit gebracht 
ist, dass man Kerzen von No. 4;— 5 einlegen kann, reichen 
diese auch für die varicöse Strictur. hin. Besteht also die va- 
ricöse Strictur für sich allein, so sind nach Sömmerring und 
Bartel kalte Fomentationen und Injectionen am Platzez viel- 
leicht möchte auch eine über die inliegende Kerze angebrachte 
kreisförmige Compression des Gliedes mit Heftpflaster, da, wo 
sle angeht, nützen. Die Vorzüge und Gebrechen,. welche die 
bekannten, die Heilungd er Harnröhrenverengerungen bezwecken- 
den Methoden und Hülfsmittel bei öfterer Anwendung zeigten, 
waren folgende: I. Die Untersuchungsmittel. Zur Un- 
tersuchung wendete Carl Bell die weiche Kerze und Du- 
camp seine Sonde exploratrice an. Mit beiden erhält man 
aur einen Abdruck vom vordern Ende der Strictur; was immer 
von grossem Werthe ist, aber auch dieser ist oft unrichtig, zu- 
mal wenn die Strictur hinter der Krümmung der Harnröhre 
sıtzt und man kann sich im Allgemeinen nur dann auf diesen 
Abdruck verlassen, wenn man mehrmals nach einander den 
gleichen Abdruck erhält, Ueber den Grad der Verengerung 
giebt er nur selten richtigen und über Länge und Anzahl der- 
selben gar keinen Aufschluss. Beide haben ferner noch den 
Nachtheil, dass von der. weichen Wachsmasse an der Spitze 
sich gern etwas ablös’t und in. oder vor der Strictur liegen 
bleibız besonders leicht. geschicht diess, wenn man eine und 
die: 
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