Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

1, Chirurgie und Öphthalmologie, 42) 
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70jähr, Witwe von starker Constitution, heiterer Gemüthsart, aber 
mit Schwindel behaftet, fand man in ihrer Wohnung‘ auf einem 
Stuhle sitzend, mit einem kleinen, leinenen Tuche fest um den 
Hals geschnürt. Bei Besichtigung zeigte sich ein eingedrückter 
Ring, . besonders am Vordertheile des Halses dicht über dem 
Schildknorpel, er hatte aber nicht die gewöhnliche Beschaffen- 
heit. Dagegen waren rechts und links am Kehlkopfe wunde 
Stellen, wie starke Eindrücke von Fingern vorhanden. Weder an 
dem vertieften Halsringe, noch an den wunden Stellen des Kehl- 
kopfes war nicht die mindeste Sugillation, auch nicht bei dem Ein- 
schnitt in diese Theile. Die Verstorbene war blass und in den 
Hirngefässen keine Blutcongestion zu bemerken, die vordern 
Hirnkammern dagegen waren mit Wasser angefüllt und die Hirn- 
adergeflechte schwammen in Wasser, In andern Theilen des 
Körpers war keine Spur von Verletzung zu bemerken. Die 
Lungen normal, das Herz in seinen Kammern leer, die Unter- 
jeibseingeweide in natürlichem Zustande, Im Uterus Verwach- 
sung und Verknorpelung, des Muttermundes, Die linke Niere 
hatte sich in eine Wasserblase verwandelt, Das Gutachten fiel 
dahin aus, dass durch die Zusammenschnürung des Kehlkopfes 
mit dem zusammengedrehten Tuche und das gleichzeitige Aufsetzen 
der Däume des Mörders das Athemholen schleunig unterbrochen 
und dadurch eine ‚£poplexria serosa bewirkt worden sel. [e. 
Gräfes u. v. Walthers Journ; fu Chir. u Augenheilk, Bd. 
26. Hft. 1.] 
189. Necrose des Schlüsselbeinsz; von Dr. Senkrs- 
ver. Ein Kanonier von gesundem, kräftigem Baue kam am 1%, 
Jan. v. J. an: erysipelatöser Entzündung der Weichgebilde, 
welche die rechte Clavicula bedecken, leidend , ins Magdebur- 
ger allgemeine Garnisonlazareth. Das seit 3 Tagen bestehende 
Uebel hatte unter heftigen, steohenden Schmerzen angefangen, 
wobei die Jeidende Stelle etwas geschwollen und heisser anzu- 
[ühlen gewesen war, Als Entzündung tieferer Theile erkannt, 
versuchte man noch die Zertheilung durch Blutegel, Einreibung 
von Ung, Hydrarg, ciner. und trockene Wärme, Tags daranf 
less. sich jedoch schon, wenn auch undeutlich, in der "Tiefe 
Fluctuatios wahrnehmen und man vertauschte daher die Kräu«= 
terkissen mit warmen erweichenden Breiumschlägen. Am 14,, 
nachdem sich in der Gegend des Acrominalendes des Schlüssel- 
beins eine deutlicher fluctuirende Geschwust gebildet hatte, wurde 
selbige aus Besorgniss, Yass Eitersenkung nach der nahen Brust- 
höhle eintreten könne, durch einen 1 Zoll langen, gegen das 
Acrimonialende der Clavicula hin gerichteten Schnut geöffnet und 
dadurch eine Menge mit abgestorbenem Zellgewebe vermischter 
Jauche entleert. Die harte Geschwulst nach dem Sternatende 
des Knochens hin wurde noch mit Breiumschlägen belegt und 
später wurde die angegebene Wunde noch nach dieser Richtunz
	        
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