Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

El. Chirurgie und Ophthalmologie. 419 
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immer sehr wichtige Operation unbedingt bei jeder Kopfver- 
letzung anzuwenden ,: wo nur Fissur zugegen ist, vielmehr halte 
ich stets ein strenges Individualisiren der Verletzung und Be- 
rücksichtigung der Art der verletzenden Gewalt selbst, so wie 
eine genaue Kenntniss vom speciellen Leben des Hirns und seiner 
Umhüllungen für sehr nothwendige Bedingungen, will man die 
Trepanation richtig und mit glücklichem Erfolg anwenden. Der 
rationelle Wundarzt wird die Fälle erkennen und die Zeit wahr- 
nehmen, wo Trepanation angezeigt istz ‘eine bestimmte Norm 
lässt sich nicht festsetzen, denn der Thatsachen für und wi- 
der die Trepanation sind so viele und widersprechende , dass 
man aus ihnen keinen festen Anhaltpunct gewinnen kann, was 
auch schon unmöglich dadurch wird, dass ein Fall dem‘ andern 
in. vielen Beziehungen sehr unähnlich ist. Besonders hat da- 
her der Wundarzt nöthig, sich vor dem Princip zu hüten, bei 
Kopfverletzungen nach Analogie zu handeln, will er nicht un- 
sicher und unglücklich fahren und sich ausserdem zu einem ge- 
meinen Empiriker herabwürdigen. — Die von dem Gegner 
der Trepanation aufgestellten Nachtheile ,. welche bei Trepanir- 
ten sich einstellen, sind bekanntlich ungegründet und durch die 
Erfahrung schon längst widerlegt, 
186. Schusswunde eigener Art im Gesichte; 
vom Hof= und Medic.-Rathe Dr. Faznıcıvs zu Hochheim, 
Ein russischer Major wurde durch einen Kartätschenschuss im 
Gesichte verwundet, Die Wunde befand sich, als F. densel- 
ben 1815, ein Jahr nach der Verwundung, sah, anscheinend ge- 
heilt und nur eine kleine, kaum stecknadelkopfgrosse Oeffnung 
unter dem linken Auge, mit einer Härte umgeben, bewog ihn, 
der den Verf, wegen einer rheumatischen Beschwerde befragte, 
demselben den Rest einer Wunde zu zeigen, gegen den er 
keine Hülfe erwartete, da wohl keiner der Aerzte, die ihn 
vorher gesehen, die eigentliche Beschaffenheit der Verletzung 
geahnet hatte. Uebrigens war weder die Verrichtung des Au« 
ges, noch Mundes gestört. Schon Berührung mit dem Finger, 
dann leichte Sondirung zeigte einen harten Körper in der Wurde, 
der schwarz schien und den man für klein halten musste, weiß 
die Entstellung des Gesichts unbedeutend war und wohl der 
zurückgebliebenen Härte im Umfang zuschrieben werden konnte. 
F, machte eine kleine Erweiterung und fasste den Körper mit 
der Pincette, fand aber bald, dass er bedeutend mehr erwei= 
lern musste und Pat, selbst bat sogleich das Messer dreist zu 
gebrauchen, da er fühlte, dass der Körper, der dem Zuge 
der Pincette folgte, für die erste Oelfnung zu gross war. Der 
Verf, willfahrte ihm und der metallische Körper wurde bald 
zum Erstaunen Beider zu Tage gebracht, denn der Verwun« 
dete liess sich nicht träumen, dass er über ein Jahr in der 
Wange ein spiralförmig gewundenes Stück starkes Messingbleel; 
DZ
	        
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